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Habecks Gasspeicherziel nach Nord-Stream-Stopp außer Reichweite

(Bloomberg) -- Nach der jüngsten russischen Liefereinstellung wird die Bundesregierung ihr Ziel, die Erdgasspeicher bis Anfang November zu 95% zu füllen, mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht erreichen, berichten informierte Personen.

Zwar sei Deutschland bei den Bemühungen, die Vorräte für den Winter aufzustocken, dem Zeitplan voraus. Nachdem Russland die Lieferung über die Ostseepipeline Nord Stream am Freitag auf unbestimmte Zeit eingestellt hat, steht die weitere Befüllung jedoch in Frage, so die Personen, die nicht namentlich genannt werden wollten.

Eine Zielverfehlung wäre ein Rückschlag für die Bemühungen von Wirtschaftsminister Robert Habeck, ausreichend Strom für Industrie und Haushalte zu sichern und den sich verschärfenden Inflationsdruck zu mindern. Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur, warnte letzten Monat, dass selbst bei einer Speicherung in der angestrebten Höhe nur ein Bedarf von zweieinhalb Monaten gedeckt werden könnte, wenn Russland die Gaslieferungen einstellen würde.

Es sei noch unklar, ob Deutschland sein Ziel für die Gasspeicherung im November erreichen werde, räumte eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums ein. “Das werden wir in den kommenden Wochen sehen müssen.”

Die wachsenden Gasvorräte in Deutschland und anderen EU-Staaten hatten zuletzt die Märkte beruhigt und die Hoffnung geweckt, dass ein ausreichender Puffer für diesen Winter aufgebaut werden kann. Die deutschen Gasspeicher sind zu fast 86% gefüllt und liegen damit knapp über dem Zwischenziel von 85% bis zum 1. Oktober.

Während dies in der vergangenen Woche zu einem Rückgang der hohen Gas- und Strompreise beitrug, änderte sich die Situation, nachdem die russische Gazprom am Freitag die Nord-Stream-Pipeline nach einer dreitägigen Wartung nicht wieder hochfuhr. Benchmark-Gas-Termingeschäfte in Europa stiegen am Montagvormittag um bis zu 35%.

Überschrift des Artikels im Original:

Russian Gas Cut-Off Scuppers German Plan to Bolster Reserves

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