Werbung
Deutsche Märkte schließen in 4 Stunden 30 Minuten
  • DAX

    17.681,23
    +80,01 (+0,45%)
     
  • Euro Stoxx 50

    4.882,41
    -1,36 (-0,03%)
     
  • Dow Jones 30

    38.949,02
    -23,39 (-0,06%)
     
  • Gold

    2.037,50
    -5,20 (-0,25%)
     
  • EUR/USD

    1,0837
    -0,0006 (-0,05%)
     
  • Bitcoin EUR

    58.097,06
    +3.605,89 (+6,62%)
     
  • CMC Crypto 200

    885,54
    0,00 (0,00%)
     
  • Öl (Brent)

    78,19
    -0,35 (-0,45%)
     
  • MDAX

    25.847,84
    -37,91 (-0,15%)
     
  • TecDAX

    3.395,31
    +6,00 (+0,18%)
     
  • SDAX

    13.796,94
    +28,23 (+0,21%)
     
  • Nikkei 225

    39.166,19
    -41,84 (-0,11%)
     
  • FTSE 100

    7.646,86
    +21,88 (+0,29%)
     
  • CAC 40

    7.952,59
    -1,80 (-0,02%)
     
  • Nasdaq Compositive

    15.947,74
    -87,56 (-0,55%)
     

Givaudan belastet vom starken Franken - Mehr Schwung im Schlussquartal

VERNIER (dpa-AFX) -Givaudan CH0010645932 hat im vergangenen Jahr unter dem starken Franken und der getrübten Konsumentenstimmung gelitten. Im Schlussquartal gewann der Genfer Konzern aber wieder deutlich an Schwung. Zudem sorgten Preiserhöhungen und Kontermaßnahmen für eine verbesserte Profitabilität. In Schweizer Franken sank der Umsatz um 2,8 Prozent auf 6,92 Milliarden Franken (7,34 Mrd Euro). Organisch, also ohne Zu- und Verkäufe sowie um Währungseinflüsse bereinigt, stieg der Umsatz dagegen um 4,1 Prozent, wie der Hersteller von Aromen und Duftstoffen für Esswaren, Haushalts- und Pflegeartikel am Donnerstag mitteilte.

Damit blieb das organische Wachstum knapp innerhalb der mittelfristig angestrebten Bandbreite von 4 bis 5 Prozent. Zu verdanken ist dies einer stark anziehenden Dynamik zum Jahresende. Im Schlussquartal lag das organische Wachstum mit 7,9 Prozent wieder deutlich über der Zielbandbreite. Nach neun Monaten hatte es mit 2,9 Prozent noch klar darunter gelegen.

Im Duftstoff-Segment schnitt der Genfer Konzern deutlich besser ab als im Geschäft mit den Aromen. Einmal mehr war vor allem das Geschäft mit Luxusparfüms stark. Die Luxusparfümerie legte organisch um 14 Prozent zu. Alles in allem lagen die Verkäufe bei den Duftstoffen organisch 7,6 Prozent höher. In Franken wuchs der Umsatz um 1,7 Prozent auf 3,31 Milliarden.

Neben der starken Luxusparfümerie begründet Givaudan das Wachstum mit einem sich beschleunigenden Volumenwachstum im Konsumgütergeschäft in der zweiten Jahreshälfte. In allen Geschäftsbereichen hätten zudem Preiserhöhungen durchgesetzt werden können.

Das etwas größere Aromen-Segment wuchs organisch dagegen lediglich um 1,1 Prozent. Und in Franken musste der Genfer Konzern hier gar einen Rückgang von 6,7 Prozent auf 3,60 Milliarden hinnehmen. Dabei litt das Geschäft den Angaben zufolge unter schwächeren Volumen in den Segmenten Gesundheit, kulinarische Aromen und Milchprodukte, während Snacks und Süsswaren gut liefen.

Infolge des gesunkenen Umsatzes war auch der Betriebsgewinn (EBITDA) etwas tiefer. Das Minus betrug aber dank der Preisehöhungen und einem verbesserten Kostenmanagement lediglich 0,2 Prozent auf 1,47 Milliarden Franken. Damit stieg die EBITDA-Marge auf 21,3 von 20,7 Prozent.

Unter dem Strich resultierte ein um 4,3 Prozent höherer Gewinn von 893 Millionen. Den Aktionären winkt eine um einen auf 68 Franken erhöhte Dividende je Aktie.

Die Prognosen der Analysten wurden damit beim organischen Wachstum klar übertroffen. Diese waren davon ausgegangen, dass Givaudan unterhalb der eigenen Zielbandbreite geblieben ist. Die EBITDA-Marge lag dagegen leicht unter den Erwartungen, der Reingewinn wiederum etwas darüber.

Die Mittelfristziele wurden wie üblich bestätigt. Givaudan will innerhalb des noch bis 2025 laufenden Fünfjahreszyklus organisch 4 bis 5 Prozent pro Jahr zulegen und damit schneller als der Markt wachsen. Zudem soll die Free-Cashflow-Rendite gemessen an den Verkäufen über 12 Prozent liegen.

2023 stieg der freie Cashflow den Angaben zufolge auf ein Rekordniveau von 920 Millionen. Dies bedeutet gegenüber 2022 ein Zuwachs von 92 Prozent. Ausgedrückt als Prozentsatz der Verkäufe lag er bei 13,3 Prozent nach 6,7 Prozent im Jahr davor.