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Gaspreis steigt nach 4 Tagen wieder; Nord-Stream-Lecks belasten

(Bloomberg) -- Nach vier Tagen mit Verlusten legte der Preis für europäisches Erdgas am Dienstag zu. Händler wägten die Risiken für die künftige Versorgung Europas mit russischem Erdgas ab gegen steigende Gasvorräte und Maßnahmen zur Reduzierung der Nachfrage.

Benchmark-Futures stiegen um bis zu 3,3% - von einem Zweimonatstief am Montag - nach Berichten über Probleme mit der Nord-Stream-Pipeline. Da über die Verbindung kein Gas mehr fließt, haben diese zwar keine Auswirkungen auf die Versorgung, sie tragen gleichwohl aber zur Unsicherheit am Markt bei.

Am späten Montag meldete Nord Stream einen Druckabfall an beiden Strängen der Verbindung. Die Gründe dafür werden derzeit untersucht, teilte der Betreiber mit und gab eine Ausfallmeldung heraus. Im Bereich der Pipelines in dänischen Gewässern waren Gaslecks entdeckt worden.

Der Präsident der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, sagte auf Twitter, die Situation sei “angespannt”, aber Deutschland und die Europäische Union seien nicht mehr von den Nord-Stream-Lieferungen abhängig.

Niederländische Gas-Futures, der europäische Richtpreis, notierte um 8:34 Uhr in Amsterdam um 3% höher bei 179 Euro pro Megawattstunde.

Die europäischen Gasspeicher sind zu etwa 88% gefüllt und liegen damit trotz der Drosselung und teilweisen Einstellung russischer Gaslieferungen über dem Fünfjahresdurchschnitt.

Hohe Importe von Flüssiggas, die zunehmende Winderzeugung in Teilen Europas und milde Wettervorhersagen für Oktober haben ebenfalls dazu beigetragen, die Preise nach einer Rally im August in Schach zu halten.

Unterdessen wird die Europäische Kommission die Veröffentlichung ihres detaillierten Plans über künftige Schritte zur Senkung der Gaspreise und zur Verringerung der Volatilität auf dem Markt auf einen späteren Zeitpunkt verschieben. Die Veröffentlichung des Dokuments war für den 28. September geplant.

Überschrift des Artikels im Original:

European Gas Prices Rise Amid Outages at Idled Russian Pipelines

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