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Frohe Flüssiggas-Kunde von der Ostsee: Der Tag mit Bloomberg

(Bloomberg) -- Gerade als der Polarkälteeinbruch anfängt, die mühsam auf 99% Füllstand gebrachten deutschen Gasspeicher anzuknabbern, beginnt die versprochene Alternative zu Putins Pipelinegas tatsächlich Realität zu werden. Die entscheidende Wiederverdampfungsanlage für das erste schwimmende Flüssiggasterminal wird heute in Deutschland vor Anker gehen, am Ostseehafen Mukran (grüner Punkt). Dann geht es weiter zum Zielort Lubmin (roter Punkt).

Ob das Terminal noch im laufenden Jahr betriebsbereit würde, war nicht zuletzt aufgrund des Wetters keineswegs gewiss. Jetzt scheint es, als könnte die Anlage schon Anfang Dezember beginnen, Flüssiggas zu verdampfen und in das deutsche Fernleitungsnetz einzuspeisen - und damit womöglich einen Energieengpass verhindern helfen.

Das Spezialschiff namens Neptune kann 4,5 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr ins deutsche Netz pumpen. Das sind zwar nur 8% der Kapazität der russischen Nord-Stream-Pipeline, aber es ist ein Anfang. Zu dieser privat betriebenen Anlage sollen fünf weitere kommen, die die Bundesregierung beschafft hat. Diese schnellstmöglich an das Gasnetz anzuschließen ist unerlässlich, damit Deutschland an einer Gasrationierung vorbei kommt.

AKTUELLE MELDUNGEN:

  • Die Credit Suisse warnt für das vierte Quartal vor einem Verlust von bis zu 1,5 Milliarden Franken. In China streicht der Konzern mindestens ein Drittel der Stellen im Investmentbanking sowie rund 40% der Posten in der Analyse.

  • Die Europäische Kommission hat für die Erdgaspreise eine Notbremse bei 275 Euro je Megawattstunde vorgeschlagen.

  • Paul Singers Elliott Investment Management hat eine Short-Position am Dialysespezialisten Fresenius Medical offengelegt.

  • Die DekaBank entfernt von sieben ihrer Fonds die höchste ESG-Kennzeichnung der EU. Hintergrund sind strengere regulatorische Richtlinien.

  • Corestate-Vorstand unterstützt Gläubiger-Restrukturierungsplan

  • ZF Friedrichshafen sieht angesichts von Inflationseffekten die Marge nur noch am unteren Rand des bisherigen Ausblicks und senkt die Cashflow-Prognose.

  • Deutschland wird den UNO-Einsatz im westafrikanischen Mali bis Mai 2024 beenden.

  • Die Notrutschen an den A380-Superjumbos drohen zu bersten, wenn sie ausgelöst werden. Grund sind Schäden während langer Flugunterbrechungen während der Corona-Krise.

  • Angesichts sinkender PC-Verkaufszahlen wird HP bis zu 6.000 Stellen streichen.

ANALYSEN:

  • Europa kann nach Ansicht des Rohstoffhändlers Trafigura sowohl in diesem als auch im nächsten Winter eine Gaskrise vermeiden.

  • Im Euroraum wird der Druck auf die Verbraucher so schnell nicht abnehmen. Erst im Q2 2023 ist mit einem spürbaren Rückgang der Kerninflation zu rechnen, erwartet Bloomberg Economics.

  • Im Geschäft mit aufschiebbaren Konsumgütern sorgen steigende Zinsen für Gegenwind. Unterstützend wirkt jedoch Stärke bei Bilanzen und Cashflows, wie Bloomberg Intelligence anmerkt.

AKTIENMÄRKTE | Die asiatischen Börsen tendieren am Mittwoch freundlich. Gesucht sind chinesische Technologiewerte vor dem Hintergrund von Spekulationen, eine erwartete Milliarden-Geldbuße gegen die Ant Group von Jack Ma könnte den Gipfel von Pekings Vorgehen gegen den Sektor darstellen. Die Wall Street schloss am Dienstag fest. Auftrieb für die Stimmung brachten unter anderem die Geschäftzahlen von Best Buy und Abercrombie & Fitch. Für die europäischen Börsen signalisieren die Futures einen etwas festeren Handelsauftakt.

RENTENMÄRKTE | Am europäischen Staatsanleihemarkt überwog am Dienstag das Kaufinteresse. Bunds legten den dritten Handelstag in Folge zu. Im Vorfeld der heutigen Einkaufmanagerzahlen, bei denen Volkswirte einen Rückgang erwarten, gingen die Bund-Umsätze die fünfte Sitzung in Folge zurück. Der litauische EZB-Rat Simkus erklärte, die Leitzinsen müssten im Dezember um mindestens 50 Basispunkte angehoben werden. 75 Bp seien eine Option.

ROHSTOFFMÄRKTE | Der Ölmarkt erholte sich gestern von vier Verlustsitzungen in Folge. Heute sinken die Preise erneut. Im Fokus stehen die Ölembargo-Pläne Brüssels, die heute von den EU-Botschaftern grünes Licht erhalten sollen. Moskau hat angekündigt, an Länder mit Preisdeckel nicht zu liefern. Der Ölhändler Vitol rechnet mit einer Preisobergrenze vpn rund $60 Dollar je Barrel. Der Goldpreis sinkt leicht. Im Fokus steht die heutige Veröffentlichung des Protokolls der vergangenen Fed-Sitzung.

TERMINE AM MITTWOCH

  • 09:00 Generaldebatte im Bundestag, mit Rede von Bundeskanzler Scholz

  • EZB-Vize Guindos (09:30) und das spanische Ratsmitglied de Cos (10:00, 13:30) sprechen auf Konferenz in Madrid; das portugiesische Ratsmitglied Centeno in Lissabon (13:00)

  • Wirtschaftsgipfel der Süddeutschen Zeitung mit Finanzminister Lindner (15:00) und Wirtschaftsminister Habeck (17:00)

  • Einkaufsmanagerindex November (1. Veröffentlichung): Frankreich (09:15), Deutschland (09:30), Eurozone (10:00), Großbritannien (10:30), USA (15:45)

  • 10:30 Außerordentliche Generalversammlung der Credit Suisse

  • Konjunkturdaten USA: Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter (14:30); Erstanträge Arbeitslosenhilfe (14:30); Index Verbraucherstimmung Uni Michigan (16:00); Neubauverkäufe (16:00)

  • 20:00 Federal Reserve veröffentlicht Protokoll der FOMC-Sitzung vom 1./2. November

  • Börsenfeiertag Japan

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