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Frankfurt führt Corona-Anstieg auf Gemeinschaftsunterkunft zurück

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Das Überschreiten der nächsten Corona-Meldestufe führt die Stadt Frankfurt vor allem auf zahlreiche Infektionen in einer Gemeinschaftsunterkunft zurück. Insgesamt 114 Kontaktpersonen seien mittlerweile infiziert, teilte die Stadt am Freitag mit. Betroffen seien Bewohner und Mitarbeiter. In der Unterkunft leben Geflüchtete, osteuropäische EU-Bürger und Obdachlose. Frankfurt meldete 41,4 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen, damit trat die dritte Warnstufe des Präventions- und Eskalationskonzeptes des Landes in Kraft.

"Die hohen Infektionszahlen sind offensichtlich auf das Nichteinhalten der Hygieneregeln und der Maskenpflicht zurückzuführen", erklärte die Stadt. Positiv getestete Personen sowie Familienangehörige seien in anderen Unterkünften isoliert worden. Mehr als die Hälfte der Infizierten hätten keine Symptome, einige leichte Beschwerden. Zwei Personen mit ausgeprägteren Beschwerden würden von Ärzten des Gesundheitsamtes regelmäßig besucht, ein Patient mit einer schweren Grunderkrankung werde in der Uniklinik behandelt. In der Einrichtung seien Folgetests und Aufklärung über Hygienevorschriften und Maskenpflicht geplant.

Dennoch dürfen Fans an diesem Samstag ins Stadion zum Eintracht-Spiel. "Wir sehen keine Überschneidungen zwischen dem lokalen Infektionsgeschehen und den Gästen des Eintracht Frankfurt-Spiels. Daher ist eine Reduktion der Zuschauerzahlen infektiologisch nicht notwendig", erklärte der stellvertretende Leiter des Gesundheitsamtes, Antoni Walczok. Das Konzept der Landesregierung sieht ab dem Wert 35 "erweiterte Maßnahmen" vor und eine Einbindung des Planungsstabs im Ministerium.