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Firmengründer Kalanick löst sich weiter von Uber

Beim Fahrdienstvermittler Uber zieht sich der umstrittene Firmengründer und ehemalige Chef Travis Kalanick weiter zurück. Kalanick wird aus dem Direktoren-Gremium des Unternehmens zum Jahresende ausscheiden.

Firmengründer Travis Kalanick scheidet aus Uber-Direktoren-Gremium aus. Foto: dpa

Der ehemalige Uber-Vorstandschef Travis Kalanick kappt die letzten Verbindungen zu dem von ihm mitgegründeten Unternehmen. Kommende Woche werde er auch aus dem Verwaltungsrat von Uber ausscheiden, teilte Kalanick mit. Er wolle sich künftig auf neue Geschäftsideen und wohltätige Arbeit konzentrieren.

Der Manager hatte den inzwischen weltgrößten Fahrdienstvermittler 2009 mit gegründet und ihn lange geführt. Nach einer Skandalserie, die von sexuellem Missbrauch über Datenklau bis zu Bestechung und Problemen mit den Behörden reichte, trat er auf Druck der Aktionäre Mitte 2017 schließlich zurück und Dara Khosrowshahi übernahm. Seit Mai 2019 ist Uber börsennotiert. Kalanick hat seitdem Uber-Aktien im Volumen von rund 2,5 Milliarden Dollar verkauft und besitzt jetzt noch Papiere mit einem Marktwert von 177 Millionen Dollar.

Dass Kalanick nun auch aus dem Verwaltungsrat ausscheidet, kommt nicht überraschend. Kürzlich hatte er alle seine Anteile an Uber verkauft – für mehr als 2,5 Milliarden Dollar.