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Fünf Themen des Tages: Wohnungsmarkt-Mega-Merger, Deutsche Bank

·Lesedauer: 3 Min.

(Bloomberg) -- Konzernland in Senatshand, Welt negativer Zinsen schrumpft, europäische Aktien gewinnen, Deutsche Bank greift mal nicht daneben, und mehr EU-Druck auf Belarus. Marktteilnehmer könnte heute beschäftigen:

Konzernland in Senatshand

Am deutschen Wohnungsmarkt bahnt sich eine Elefantenhochzeit an: Vonovia will die Deutsche Wohnen - der im Großraum Berlin mehr als 100.000 Wohnungen gehören - übernehmen und hat diesbezüglich bereits eine Grundsatzvereinbarung unterzeichnet. Mit der Übernahme entstünde Europas größter Wohnimmobilienkonzern mit einem gemeinsamen Börsenwert von voraussichtlich rund 45 Milliarden Euro. Angesichts der Kritik an steigenden Mieten und Wohnungsnot wird die Politik ins Boot geholt: dem Senat der Hauptstadt soll angeboten werden, “eine signifikante Anzahl an Wohnungen aus dem Bestand der beiden Unternehmen zu erwerben”. Laut Reuters geht es dabei um rund 20.000 Einheiten. Deutsche Wohnen stiegen am Dienstag um bis zu 16%. Bloomberg hatte zuerst über den Deal berichtet.

Welt negativer Renditen schrumpft

Zum ersten Mal seit Jahren ist das globale Angebot an Anleihen mit negativer Rendite deutlich zurückgegangen und in Europa ist der Trend am stärksten. Die Rendite 10-jähriger deutscher Staatsanleihen liegt seit Mai 2019 unter Null, ist aber von einem Tief von -0,9% auf zuletzt -0,14% geklettert. 30-jährige Bunds, die die meiste Zeit des letzten Jahres negativ waren, rentieren jetzt mit 0,42%. Fraglich ist indes, ob anhaltender Inflationsdruck die Renditen weiter steigen lässt. Fed-Notenbanker haben jüngst Befürchtungen heruntergespielt, dass sich der Preisdruck als dauerhaft erweisen wird, wenn sich die US-Wirtschaft wieder erholt. Die längerfristigen Inflationserwartungen seien “extrem gut verankert”. Der Anstieg der Bund-Renditen nach den heutigen, stärker als erwarteten Ifo-Daten war kurzlebig.

Europäische Aktien gewinnen

Die europäischen Aktien sind am Dienstag gestiegen, unterstützt von Fed-Kommentaren zur Inflation. Die deutsche Immobilien-Megafusion gab den Aktien der Branche in Europa Auftrieb. Der Stoxx Europe 600 Index lag gegen Mittag rund 0,4% im Plus. Der Swiss Market Index kletterte nach dem Feiertag um 0,6% auf einen neuen Rekord. “Die Märkte sind etwas beruhigt, nachdem die Kommentare der Fed-Mitglieder die Inflationsrisiken heruntergespielt haben, indem sie weiterhin die vorübergehenden Effekte betonen”, sagte Ulrich Urbahn von der Berenberg Bank. “Chinas Versuch, die Rohstoffrallye zu dämpfen, könnte ebenfalls dazu beigetragen haben, kurzfristig einige Inflationssorgen zu lindern.” In Deutschland stiegen Flatexdegiro nach Anhebung der Mittelfristziele des Unternehmens.

Deutsche Bank greift mal nicht daneben

Während selbst erste Adressen der globalen Finanzwelt umgerechnet mehr als 8 Milliarden Euro an Verlusten im Zusammenhang mit Archegos aufhäuften, gehörte ein Haus nicht dazu: die Deutsche Bank. Langjährige Beobachter traf das Glück des Instituts im Unglücksfall Archegos wie ein Schock - so sehr hatte man sich in den letzten anderthalb Jahrzehnten daran gewöhnt, dass die Frankfurter mit schlafwandlerischer Sicherheit in jeden bereitstehenden Fettnapf treten. “Es ist ziemlich beeindruckend, was sie in den letzten paar Jahren hingekriegt haben”, sagt Matthew Fine, ein Portfoliomanager bei Third Avenue Management, der nach dem Amtsantritt von CEO Christian Sewing 2018 anfing, Deutsche Bank-Aktien zu kaufen. Um Kosten zu senken, verringert die Deutsche Bank unterdessen ihre Präsenz in London.

Mehr EU-Druck auf Belarus

Die Staats- und Regierungschefs der EU haben neue Sanktionen gegen Belarus wegen der Zwangslandung eines Flugzeugs von Ryanair und der Verhaftung eines regimekritischen Journalisten verhängt. Dabei haben sie die Unterstützung der USA. “Dies ist ein Angriff auf die Demokratie, dies ist ein Angriff auf die Meinungsfreiheit und dies ist ein Angriff auf die europäische Souveränität”, sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Zusätzliche Sanktionen würden diesmal auch gegen Unternehmen und Einrichtungen, “die dieses Regime finanzieren”, verhängt. Die Maßnahmen folgen auf die Zwangslandung eines Jets in Minsk und die Verhaftung des 26-jährigen Raman Pratasevich, der sich an Bord des Fluges von Athen nach Vilnius befand. Bislang hat der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko dank der Unterstützung Russlands und Chinas westlichen Sanktionen widerstanden.

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