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Fünf Themen des Tages: Putin unbekehrbar, Credit Suisse warnt

·Lesedauer: 4 Min.

(Bloomberg) -- Credit Suisse warnt, Lockdown-Gewinner verlieren, europäische Aktien steigen, Putin unbekehrbar, und Goldman zahlt kein Essen mehr. Marktteilnehmer könnte heute beschäftigen:

Credit Suisse warnt

Die Aktien der Credit Suisse sind am Mittwochmorgen unter Druck geraten, nachdem die Schweizer Großbank eine Gewinnwarnung für das erste Quartal ausgesprochen hatte. Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten und die Folgen des Ukrainekriegs würden zusammen mit Ertragsrückgängen zu roten Zahlen im Quartal führen, hieß es. Die Warnung sei “eine klare Enttäuschung”, schreibt Vontobel. Auch bei der ZKB sieht man das Update “insgesamt als negativ” an. Unterdessen sieht der Zentralbankchef der Eidgenossenschaft die Inflationserwartungen im Land als “immer noch gut verankert” an und einen erheblichen Teil der Inflation als vorübergehend. Gleichwohl bestehe “ein relativ großes Risiko, dass ein Teil dieser vorübergehenden Inflation zu einer dauerhaften Inflation führt”, so Thomas Jordan.

Lockdown-Gewinner verlieren

Von Kochboxen-Anbietern über Computerhardware-Hersteller bis hin zu Essenslieferanten sind Aktien unter Druck geraten, die vom Hausarrest zu Pandemiezeiten profitierten. Grund war die ernüchternde Prognose von Netflix für das zweite Quartal, die von einem Rückgang der bezahlenden Abonnenten um 2 Millionen ausgeht, bei einer gleichzeitigen Markterwartung eines Anstiegs um 2,4 Millionen. Wenn die vorbörslichen Verluste anhalten, könnte Netflix rund 40 Milliarden Dollar an Marktwert verlieren. Bloomberg-Kolumnist John Authers zieht mindestens zwei positive Schlussfolgerungen: der Absturz sei ein greifbarer Beweis für die Wiedereröffnung nach der Pandemie, und er habe den Trugschluss mitsamt Fehlbepreisung entlarvt, dass die FANG-Unternehmen in ihren jeweiligen Geschäftsfeldern die absolute Vorherrschaft erlangen können.

Europäische Aktien steigen

Die europäischen Aktien legten zur Wochenmitte zu, angefeuert von einer Reihe vertrauensstiftender Unternehmensergebnisse. Der Stoxx Europe 600 lag gegen Mittag um 0,9% im Plus. Banken- und Technologiewerte legten zu und folgten damit der Rallye der US-Aktien am Dienstag. Bergbauwerte zeigten eine schwache Performance, während Metalle fielen. “Angesichts der höheren Inflation und des sich verlangsamenden Wachstums scheint das Aufwärtspotenzial für Aktien begrenzt zu sein”, so Ulrich Urbahn von Berenberg. Gleichwohl rechnet er kurzfristig auch nicht mit einem starken Ausverkauf, da die Positionierung und die Stimmung bereits rückläufig seien und die Ergebnisse des ersten Quartals nicht schlechter als erwartet. In Deutschland fielen Siemens Energy, die vom Ukraine-Krieg belastet werden. Lanxess stiegen nach Quartalszahlen.

Putin unbekehrbar

Fast acht Wochen nach Kriegsbeginn in der Ukraine stellt eine kleine, aber wachsende Zahl hochrangiger Kreml-Insider die Entscheidung von Präsident Wladimir Putin im Stillen in Frage. Die Invasion sei ein katastrophaler Fehler, der das Land um Jahre zurückwerfen werde, sagten zehn Personen, die mit der Lage direkt vertraut sind, gegenüber Bloomberg. Derzeit sehen sie keine Chance, dass Putin seinen Kurs ändern wird. Einige teilen zunehmend die Befürchtung von US-Geheimdiensten, dass Putin zu einem begrenzten Einsatz von Atomwaffen übergehen könnte, falls sein Feldzug zu scheitern drohe. In dieselbe Kerbe hieb Ex-Außenminister Sigmar Gabriel (SPD), der Kanzler Olaf Scholz gegen Vorwürfe verteidigte, bei der Lieferung schwerer Waffen an Kiew auf der Bremse zu stehen. Die Lieferung von Kampfpanzern berge das Risiko, dass Putin diese mit taktischen Atomwaffen bekämpfen würde, so Gabriel im Deutschlandfunk. Daher würden diese auch weder von den USA noch von Großbritannien geliefert, so der Vorsitzende der Atlantik-Brücke.

Goldman zahlt kein Essen mehr

Die abschwellende Pandemie lässt sich nicht nur am Netflix-Aktienkurs ablesen, sondern auch an der Entschlossenheit von Arbeitgebern, Lockangebote an ihre Angestellten zurückzufahren. Bei Goldman Sachs sind nun die Tage des kostenlosen Essens vorbei. Ab dem 25. April müssen Frühstück und Mittagessen wieder bezahlt werden. Wall-Street-Firmen haben mit kostenlosen Mahlzeiten versucht, Mitarbeiter während des Heimarbeit-Booms zurück an ihre Schreibtische zu bringen. Nun will die Investmentbank eine Reihe anderer “neuer Erfahrungen und Angebote” anbieten, darunter Snack-Pop-ups und “Support a Local Restaurant”-Tage. Unterdessen zeigt sich, dass Chefs bereit sind, Ausnahmen bei der Rückkehr ins Büro zu machen - bei sich selbst. Während 35% der nicht leitenden Angestellten fünf Tage pro Woche im Büro sind, können nur 19% der leitenden Angestellten dasselbe von sich behaupten, wie eine Umfrage des Future Forum ergab.

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