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Fünf Themen des Tages: Nato wächst, Siemens leidet, Adler kreist

(Bloomberg) -- Die Nato wächst, Siemens leidet, europäische Aktien fallen, Ersatz für Russen-Gas, und Adler-Probleme ziehen Kreise. Marktteilnehmer könnte heute beschäftigen:

Die Nato wächst

Die finnische Führung hat sich hinter einen Antrag auf Beitritt zum Nato-Bündnis gestellt, der in den kommenden Tagen erwartet wird. Präsident Sauli Niinisto und Ministerpräsidentin Sanna Marin erklärten am Donnerstag gemeinsam, dass sie eine Mitgliedschaft in dem Militärbündnis befürworten - “unverzüglich”. Schweden steht ebenfalls kurz vor einer Entscheidung und will laut Expressen am Montag den entsprechenden Antrag stellen. Unterdessen will die EU weitere 500 Millionen Euro für ukrainische Waffenkäufe bereitstellen, während die USA am Erwerb von zehn Panzerabwehrdrohnen vom Typ Switchblade 600 zur Lieferung an die Ukraine arbeiten. Eine Ausweitung des russischen Angriffs auf Nato-Gebiet, etwa auf Raketenstellungen in Polen, wird es nach Einschätzung von US-Verteidigungsminister Lloyd Austin nicht geben.

Siemens leidet

Nach 170 Jahren beendet die Siemens AG ihr Russland-Geschäft und schließt sich damit dem Exodus aus dem Land an. Der Industriekonzern meldete einen Gewinnrückgang und eine Belastung von 600 Millionen Euro im ersten Quartal aufgrund der Sanktionen gegen Moskau. Durch stornierte Aufträge seien rund 4 Milliarden Euro verloren gegangen. “Im Grunde genommen lief nichts mehr”, sagte CEO Roland Busch. Wie der Rückzug aus Russland, wo Siemens rund 3.000 Mitarbeiter beschäftigt, vollzogen werden soll, blieb unklar. Siemens waren am Donnerstag unter den größten Verlierern im Dax und fielen auf den niedrigsten Stand seit mehr als zwei Monaten. Metzler stellte eine gute operative Performance fest, die durch Wertminderungen im Zusammenhang mit dem Russland-Ausstieg beeinträchtigt worden sei.

Europäische Aktien fallen

Die europäischen Aktien brachen am Donnerstag ein aufgrund von Sorgen über eine Verlangsamung der Wirtschaft und geldpolitischer Straffung. Der Stoxx Europe 600 Index lag gegen Mittag um 2,2% im Minus. Bergbau- und Konsumgütersektoren gehörten zu den größten Verlierern, während Telekommunikations- und Versorgungsunternehmen eine bessere Performance erzielten. Die europäischen Aktien stehen vor ihrer fünften Verkaufswoche, der längsten seit Anfang Februar. “Wir sind momentan an einem sehr pessimistischen Punkt und könnten sogar weitere Abflüsse aus Aktien sehen, wenn der Markt kapituliert”, sagte Diego Fernandez von A&G Banca Privada. “Ich habe eine neutralere Position und denke, dass wir jetzt bessere Portfolios haben, dass einige Bewertungen attraktiv sind und dass der Abwärtstrend von hier aus begrenzt sein sollte”. In Deutschland fielen Varta nach Bekanntgabe eines Gewinneinbruchs. Metro litten unter den Auswirkungen des Ukrainekrieges.

Ersatz für Russen-Gas

Die Unterbrechung einer wichtigen Transitroute für Gas durch die Ukraine und Moskaus Vergeltungsmaßnahmen gegen die Sanktionen haben die europäischen Erdgaspreise um bis zu 13% nach oben getrieben. Das Risiko von Lieferausfällen wächst, wobei noch unklar ist, wie das die Verfügbarkeit von Gas insgesamt beträfe. Flüssiggas steht reichlich zur Verfügung und das wärmere Wetter dämpft die Nachfrage. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck sieht Deutschland auf Gasausfälle vorbereitet. Der Markt könne einen Ausfall kompensieren, so Habeck im Bundestag, ohne Details zu nennen. Unterdessen haben zehn weitere europäische Gaskäufer Konten bei der Gazprombank eröffnet, womit sich die Gesamtzahl der Kunden verdoppelt hat, die bereit sind, wie von Präsident Wladimir Putin verlangt für russisches Gas in Rubel zu zahlen.

Adler-Probleme ziehen Kreise

Große Wall-Street-Adressen und Fondsmanagement-Schwergewichte stehen in der Krise rund um die Adler Group womöglich vor Verlusten in Höhe von Hunderten von Millionen Euro. Der deutsche Vermieter und Firmen in seinem Orbit haben in Summe 7,5 Milliarden Euro an Bonds ausstehen, die unter anderem von Schroders, der Allianz-Tochter Pimco, Morgan Stanley und BlackRock gehalten werden. Einige dieser Anleihen sind auf bis zu 54 Cent je Euro gefallen. “In all diesen Portfolios ticken Zeitbomben”, so Ash Nadershahi von Three Bridge Capital. Bei Pimco handelt es sich um vergleichsweise geringe Bestände im Wert von 74,5 Millionen Euro. Letzte Woche war bekannt geworden, dass einige Gläubiger nach Möglichkeiten suchen, ihre Anleihen fällig zu stellen. Hintergrund ist ein Darlehen, das der Vermieter bei einer eigenen Tochtergesellschaft aufgenommen hatte.

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