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Fünf Themen des Tages: London vor Banker-Mangel, Traton-Panne

·Lesedauer: 3 Min.

(Bloomberg) -- China stellt Banken in Dienst der Wohnwirtschaft, plötzliche neue Chefs bei Traton, europäische Aktien steigen, London könnten die Banker ausgehen, und Draghi will aus Schulden herauswachsen. Marktteilnehmer könnte heute beschäftigen:

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China stellt Banken in Dienst der Wohnwirtschaft

China hat die Banken des Landes aufgefordert, den Regionalregierungen bei der Stabilisierung des Immobilienmarktes zu helfen und einigen Hauskäufern die Hypothekenlast zu erleichtern. Bei einem Treffen unter Vorsitz der Zentralbank forderten die Behörden die Finanzinstitute auf, gemeinsam “eine stetige und gesunde Entwicklung des Immobilienmarktes aufrechtzuerhalten und die legitimen Rechte und Interessen der Wohnungsnutzer zu schützen”. Führungskräfte von 24 Banken hatten unter anderem an der Sitzung teilgenommen. Sie seien laut informierten Kreisen aufgefordert worden, die Finanzierung von Bauträgern nicht plötzlich einzustellen. Aktien der China Evergrande Group brachen am Donnerstag ein, nachdem sie innerhalb von drei Tagen um 32% gestiegen waren.

Plötzliche neue Chefs bei Traton

Traton, die Lkw-Tochter von Volkswagen, ersetzt Vorstandschef Matthias Gründler nach nur einem Jahr im Amt. Sein Nachfolger ist Christian Levin, der Chef der Marke Scania. Auch Finanzvorstand Christian Schulz geht, wie Traton am späten Mittwoch mitteilte. Der abrupte Wechsel überrascht und wirft Fragen auf, ist es doch der zweite Umbruch in kurzer Zeit. Andreas Renschler, der frühere CEO, ging 2020 zusammen mit zwei anderen Vorstandsmitgliedern nach vielen internen Auseinandersetzungen und einem enttäuschenden Börsengang. Die Veränderungen im Management „verstärken mehrere Bedenken“, schrieb Analyst Himanshu Agarwal von Jefferies in einer Notiz an Kunden. Gründler und Schulz seien offenbar genervt gewesen vom Gebaren der Konzernzentrale, schreibt das Manager Magazin.

Europäische Aktien

Die europäischen Aktien können am Donnerstag ihren ersten monatlichen Rückgang seit acht Jahren verringern. Wiedererwachter Optimismus über die wirtschaftliche Erholung schob den Stoxx Europe 600 Index gegen Mittag rund 0,5% ins Plus, wobei Bergbauunternehmen zu den führenden Sektoren gehörten. Technologie und Medien erzielten ebenfalls eine Outperformance, während Versorger und Grundnahrungsmittel nachgaben. Trotz der Erholung dürfte der September für den Stoxx 600 der schlechteste Monat seit einem Jahr werden. Einige haben die Rückgänge als Chance zum Aufbau von Positionen gesehen. “Obwohl die aktiven Anleger das derzeitige Umfeld als gefährlich ansehen, wollten die längerfristigen Investoren einen Rücksetzer bei den Qualitätsunternehmen, um neues Kapital einzusetzen”, sagte Guy Foster von Brewin Dolphin. In Deutschland stiegen Aroundtown nach einer Kaufempfehlung bei Goldman Sachs. Hornbach stiegen aufgrund eines optimistischeren Ausblicks.

London könnten die Banker ausgehen

Erst waren es die Lkw-Fahrer, jetzt warnen Lobbyisten im Post-Brexit-Britannien vor dem nächsten drohenden Fachkräftemangel: Banker. Etwa ein Fünftel der 1,1 Millionen Beschäftigten in der britischen Finanzindustrie sind internationale Mitarbeiter, meist aus der EU. Durch den Brexit wird es jedoch schwieriger und teurer, ausländische Mitarbeiter einzustellen, so ein Bericht von TheCityUK. “Wenn wir mit unseren Unternehmen sprechen, steht das Thema Talente immer wieder an erster Stelle”, sagte Miles Celic, Chef der Lobbygruppe. Auch die Kosten für Arbeitgeber beim Sponsoring von Ausländern im Visumsverfahren und Lücken im System für kurzfristige Geschäftsreisen werden beklagt. Dabei winken in der Branche gerade so schöne Gewinne, auch bei Deals.

Draghi will aus Schulden herauswachsen

Mario Draghi setzt einen Haushaltsplan um, der für die absehbare Zukunft ein Defizit weit über der von der EU festgelegten Obergrenze vorsieht. “Unser Haushalt ist grundsätzlich expansiv”, sagte der Premierminister vor Reportern in Rom. “Wachstum ist der Ausweg aus dem Problem der hohen Staatsverschuldung”. Draghi, der als EZB-Chef die Finanzmärkte mit Geld geflutet hatte, bezeichnete den - derzeit ausgesetzten - Stabilitäts- und Wachstumspakt jüngst als “veraltet” und sagte, es bestehe “keine Gefahr”, dass er in der gleichen Form zurückkehren werde. Draghis Haltung deckt sich mit der Frankreichs, dessen Finanzminister Bruno Le Maire sagte, sein Land werde “nicht den Fehler begehen, die öffentlichen Finanzen zu schnell zu konsolidieren und das Wachstum abzutöten.” Der Süden betrachtet die Regeln als Zwangsjacke, die das Wachstum behindert.

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