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Fünf Themen des Tages: Gesprächsstoff für heute

Rainer Buergin
·Lesedauer: 4 Min.

(Bloomberg) -- Trump dürfte seine Amtszeit voll ausüben, EU sichert sich mehr BioNTech-Impfstoff, europäische Aktien steigen, grüne Agenda macht Tops und Flops, und das große Brexit-Chaos ist bisher ausgeblieben. Marktteilnehmer könnte heute beschäftigen:

Trump dürfte seine Amtszeit voll ausüben

Die Führungsspitze der Demokraten im US-Kongress will Donald Trump aus dem Amt entfernen lassen, nachdem Anhänger des Präsidenten das Kapitol gestürmt hatten. Impeachment und der Zusatzartikel 25 der Verfassung stehen als Instrumente zur Verfügung, und angesichts einer Restamtszeit von 12 Tagen dürfte keines von beiden zum Einsatz kommen, schreibt Bloomberg-Kolumnist Mark Gongloff. Impeachment würde zeitaufwendige Senatsanhörungen voraussetzen und Zusatzartikel 25 ist für Fälle reserviert, in denen der Präsident körperlich oder geistig unfähig ist, das Amt auszuüben, was zu beweisen wäre. Zudem hat Trump seinen Kritikern den Wind aus den Segeln genommen, indem er die Erstürmung des Kapitols verurteilte und einen reibungslosen Übergang der Macht auf Joe Biden versprach. Unterdessen bereitet er Begnadigungen vor - vielleicht sogar seine eigene.

EU sichert sich mehr BioNTech-Impfstoff

Die Europäische Union hat sich laut EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen weitere 300 Millionen Dosen des Covid-Impfstoffs von BioNTech und Pfizer gesichert. Unterdessen verläuft die Impfkampagne in der EU weiter schleppend, Dänemark weist laut Bloomberg-Daten die höchste Impf-Dichte auf, gefolgt von Slowenien. Deutschland hatte jüngst 1.152 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 zu beklagen, der höchste Wert seit Beginn der Pandemie. Der 4-Tage-Reproduktionswert stieg, lag mit 0,77 aber weiter unter der kritischen Marke von 1. Hoffnung machen Erkenntnisse, wonach verfügbare Medikamente die die Sterblichkeit reduzieren und die Genesungszeit auf der Intensivstation verkürzen können. In Großbritannien müssen nun alle ankommenden Passagiere nachweisen, dass sie nicht infiziert sind.

Europäische Aktien steigen

Die europäischen Aktien sind auf dem besten Weg, das Jahr 2021 mit dem größten Wochengewinn seit fast zwei Monaten zu beginnen. Staatliche Stimulierungsmaßnahmen und Impfprogramme gegen das Coronavirus werden nach Auffassung der Investoren einen wirtschaftlichen Aufschwung vorantreiben. Der Stoxx Europe 600 Index baute seinen Wochenanstieg auf rund 3% aus und ein Index, der europäische Tech-Aktien abbildet, stieg auf den höchsten Stand seit fast 20 Jahren. Konsumgüter und Versorger gehörten zu den anderen Sektoren, die zulegten, während Finanzwerte und Energie abrutschten. Giles Rothbarth, Manager des BlackRock European Dynamic Fund, sagte, er erwarte eine Beschleunigung der Gewinne “in der gesamten Breite des Marktes”. In Deutschland führten Infineon die Gewinner im DAX an.

Grüne Agenda macht Tops und Flops

Reedereien haben ihre Schiffsbestellungen heruntergefahren, weil sie nicht wissen, auf welche alternative Brennstofftechnologie sie angesichts drohender Regulierung umsteigen sollen. Die Aufträge sind 2019 um fast 10% und 2020 um mehr als 50% auf den niedrigsten Stand seit mindestens zwei Jahrzehnten gefallen. Wenn sie nicht wieder steigen, könnte dies zu einem Mangel an Schiffen und einem Anstieg der Frachtraten führen. Unterdessen profitieren Aktien von Großunternehmen wie Siemens Energy und Nordex von der Erwartung einer klimafreundlicheren Politik in den USA unter Dominanz der Demokraten. Auch die von kleineren Firmen wie Steico werden vom Energiewende-Thema nach oben gezogen. Die Kluft zu Werten, die sich an Umwelt-, Sozial- und Governance-Themen orientieren, wächst.

Das große Brexit-Chaos ist bisher ausgeblieben

Eine Woche nach dem Brexit ist die Hauptstraße nach Dover so ruhig, dass die Behörden am Donnerstag die Hälfte davon für eine Müllsammelaktion sperren konnten, ohne dass es zu Verzögerungen für die Fahrer kam. “Im Moment fließt es an der Grenze, und es fließt sehr reibungslos”, sagte Verkehrsminister Grant Shapps am Freitag der BBC. Weniger als 1% der Fahrzeuge würden ohne die richtigen Papiere einreisen, sagte er. Das weitaus größere Problem sei, dass die Fahrer nicht den für die Einreise nach Frankreich notwendigen Covid-Test hätten. Dennoch lauert im Hintergrund die Furcht, dass der neue Papierkrieg zu Chaos führen könne, wenn sich die im alten Jahr aufgefüllten Lager leeren. Der Nachschub mit Süßigkeiten stockt schon jetzt mancherorts, aber mit pragmatischen Lösungen werden Härten vermieden.

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