Deutsche Märkte geschlossen
  • Nikkei 225

    29.441,30
    +279,50 (+0,96%)
     
  • Dow Jones 30

    34.324,23
    -69,52 (-0,20%)
     
  • BTC-EUR

    33.511,18
    +343,79 (+1,04%)
     
  • CMC Crypto 200

    1.017,61
    +7,00 (+0,69%)
     
  • Nasdaq Compositive

    14.073,50
    -100,64 (-0,71%)
     
  • S&P 500

    4.250,05
    -5,10 (-0,12%)
     

Fünf Themen des Tages: Ende des Home Office, Masken für Kühe

·Lesedauer: 3 Min.

(Bloomberg) -- Pfund ist Impfgewinner, EZB-Straffungswille wird überschätzt, europäische Aktien gewinnen, Ära des Home Office endet, und Kühe sollen Masken tragen. Marktteilnehmer könnte heute beschäftigen:

Pfund ist Impf-Gewinner

Das Pfund ist auf den höchsten Stand seit drei Jahren gestiegen. Händler wetten darauf, dass die wirtschaftliche Erholung Großbritanniens dank der erfolgreichen Impfkampagne des Landes an Zugkraft gewinnen wird. Drei Viertel der britischen Bevölkerung dürften in einem Monats ihre zweite Impfung erhalten haben, wenn man das derzeitige Impftempo auf der Insel fortschreibt. Unterdessen verzeichneten die Hauspreise in Großbritannien im vergangenen Monat mit 10,9% erstmals seit 2014 wieder zweistelligen Zuwachs. Der boomende Immobilienmarkt des Landes zeigt trotz des wirtschaftlichen Einbruchs keine Anzeichen einer Abkühlung - und das könnte noch eine Weile so weiter gehen. Rache-Shopping treibt Käufer in die Kaufhäuser der Oxford Street und die Designer-Boutiquen der Bond Street in London.

EZB-Straffungswille überschätzt

Händler erwarten, dass die EZB im dritten Quartal 2023 mit der Anhebung der Zinsen beginnen wird. NatWest Markets hält das für zu früh. Der EZB-Rat könne gar nicht schnell genug handeln, um diesen Zeitrahmen einzuhalten, so die Analysten der Londoner Bank. Auch müsste der Rat extrem zuversichtlich sein, dass die Inflation auf 12-Monatssicht anhaltend höher sein wird. Investoren sollten daher auf einen Rücksetzer bei den Zinserwartungen wetten. Der nicht unbedingt als geldpolitische Taube anzusehende niederländische Notenbankchef Klaas Knot sieht derzeit “keine Anzeichen” dafür, dass temporär höhere Inflation über Zweitrundeneffekte und massive Lohnforderungen zu einem dauerhaften Inflationsschub führen könnte. Auf dem Arbeitsmarkt der Eurozone herrsche immer noch Flaute.

Europäische Aktien gewinnen

Europäische Aktien stiegen am Dienstag mit zunehmendem Optimismus über die wirtschaftliche Erholung von der Pandemie. Der Stoxx Europe 600 Index legte um 0,9% zu, angeführt von zyklischen Aktien. PMI-Daten zeigten, dass die Fabriken im Euroraum mit der steigenden Nachfrage nicht mithalten können. Globale Aktien starten in den neuen Monat in der Nähe von Rekordniveaus, gestützt auch von reichlich Liquidität. “Der Inflationsausblick ist ein Risiko, weil er im Moment so wenig greifbar ist und es wird einige Monate dauern, bis wir eine wirkliche Vorstellung davon bekommen, ob die Inflation anhaltend höher sein wird oder nicht”, sagte Kerry Craig von JPMorgan Asset Management auf Bloomberg TV. In Deutschland fielen Sixt nach einer Herabstufung bei Berenberg.

Ära des Home Office endet

In Hongkong und auf dem chinesischen Festland, wo die Eindämmung der Corona-Pandemie weiter vorangeschritten ist als in Europa, wird das Ende der ära des Home Office eingeläutet. Bank of America plant, alle dortigen Mitarbeiter bis Ende Juni zurück ins Büro zu holen. Es ist eines der ersten globalen Kreditinstitute in der Finanzmetropole, das nach mehr als einem Jahr Fernarbeit eine vollständige Rückkehr anstrebt. In Deutschland sieht Bundeskanzlerin Angela Merkel unterdessen angesichts weiter sinkender Infektionszahlen keine Notwendigkeit, die bundesweiten Corona-Restriktionen über den 31. Juni hinaus zu verlängern. Um auf Beschränkungen verzichten zu können, brauche es laut Robert-Koch-Institut jedoch eine Impfquote jenseits von 80%. Derzeit sind weniger als 20% der Bevölkerung vollständig geimpft.

Kühe sollen Masken tragen

Cargill wird mit dem Verkauf von tragbaren Geräten, die von Kühen ausgestossenes Methan absorbieren, beginnen. Damit unterstützt der Agrarriese eine experimentelle Technologie, die der Industrie helfen könnte, Treibhausgasemissionen einzudämmen. Das maskenähnliche Accessoire wurde vom britischen Startup Zelp entwickelt, das damit den Methanaustoß der Wiederkäuer um mehr als die Hälfte reduzieren will. Cargill sagte am Dienstag, dass die Geräte europäischen Milchbauern ab 2022 angeboten werden sollen. Etwa 95% des von Kühen freigesetzten Methans entweicht als Rülpser durch die Nase. Das Gas hält in den ersten 25 Jahren 80 Mal mehr Wärme in der Atmosphäre als Kohlendioxid. Eine Reihe von Ventilatoren, die von solarbetriebenen Batterien angetrieben werden, saugen die Rülpser auf und fangen sie per Filter in einer Kammer auf. Sobald der Filter voll ist, wandelt eine chemische Reaktion das Methan in CO2 um, das dann freigesetzt wird.

More stories like this are available on bloomberg.com

Subscribe now to stay ahead with the most trusted business news source.

©2021 Bloomberg L.P.