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Fünf Themen des Tages: BASF, Lagarde bestimmt, bescheidene Boni

(Bloomberg) -- BASF verbucht Verlust, Lagarde bestimmt, europäische Aktien steigen, bescheidene Boni, und Luxus an Chinas Leine. Marktteilnehmer könnte heute beschäftigen:

Weitere Artikel von Bloomberg auf Deutsch:

BASF verbucht Verlust

Die BASF wird für 2022 einen überraschenden Verlust ausweisen, weil ihre Öl- und Gassparte Wintershall Dea sich wegen des russischen Krieges in der Ukraine vollständig aus Russland zurückziehen will. Die damit zusammenhängenden Abschreibungen bescheren BASF für 2022 einen Nettoverlust von 1,4 Milliarden Euro. Analysten hatten mit einem Gewinn von 5,3 Milliarden Euro gerechnet. Frühe Handelsverluste konnte die Aktie im Verlauf des Vormittags eingrenzen. Trotz des Krieges und seiner Kollateralschäden ist sich Bundeskanzler Olaf Scholz sicher, dass Deutschland eine Rezession vermeiden wird. Das erklärte er in einem Bloomberg-Interview. Darin sprach er auch über den grünen Subventionswettlauf mit den den USA und über Panzerlieferungen an die Ukraine.

Lagarde bestimmt

Gebremste EZB-Zinserhöhung schon im März? Pas si vite!, heißt es aus Frankreich. Von informierten Kreisen hat Bloomberg gestern erfahren, dass unter den Notenbankern ein langsameres Tempo der Zinserhöhungen in Betracht gezogen wird, als Präsidentin Christine Lagarde im Dezember angedeutet hatte. Eine Anhebung um nur 25 Basispunkte im März nach 50 im Februar gewinne an Unterstützung, hieß es. Europäische Bonds stiegen daraufhin und der Euro verlor. Francois Villeroy de Galhau erklärte nun im Bloomberg-Interview, dass die Vorgabe seiner Landsfrau, dass die Kreditkosten noch einige Zeit in Halbpunkt-Schritten angehoben würden, weiterhin Bestand habe. Es könnte ein — mit Blick auf die Geldpolitik der USA und Japans verfrühter — Versuchsballon gewesen sein, meint Ven Ram im Markets Live Blog.

Europäische Aktien steigen

Die europäischen Aktien konnten zur Wochenmitte weiter zulegen und nahmen Kurs auf die längste Gewinnsträhne seit November 2021. Der Stoxx Europe 600 Index lag gegen Mittag rund 0,2% im Plus. Analysten erwarten laut Barclays, dass die Gewinne in Europa im vierten Quartal um 1% gegenüber dem Vorjahr gestiegen sind, was der geringste Anstieg seit zwei Jahren wäre. Sie sehen aber Spielraum für Short-Eindeckungen, wenn die Gewinne oder die Aussichten besser sind als befürchtet. “Wir glauben nicht, dass die Talsohle bereits erreicht ist”, sagte Susana Cruz von Liberum Capital. “Der Aufschwung hat sich zu sehr auf die Inflation konzentriert und wird sich abschwächen, sobald die Märkte die erwarteten Gewinnrückgänge vollständig einbeziehen”. In Deutschland stiegen Zalando nach Analystenkommentaren bei Stifel. Continental fielen nach Zahlen, die von Citi als “insgesamt enttäuschend” bezeichnet wurden. Ströer sanken nach einer Doppel-Abstufung bei Exane.

Bescheidene Boni

Die Boni für Investmentbanker werden nach einem “ziemlich anämischen Jahr” sinken, erklärte der Co-Chef des globalen Investmentbankings von JPMorgan Chase. “Alle Banken zahlen nach Performance, wenn also die Performance nicht da ist, wird auch die Vergütung nicht da sein”, sagte Vis Raghavan im Bloomberg-Interview in Davos. Im vierten Quartal erlitt die Bank einen Rückgang der Investmentbanking-Erträge von 57% im Jahresvergleich. Das ist exemplarisch für die Wall Street und deutet auf eine enttäuschende Bonussaison hin. Und dann wird es auch noch im Homeoffice ungemütlich. „Sie können sehen, wie produktiv jemand ist oder nicht”, sagte Citi-Vorstandschefin Jane Fraser ebenfalls in Davos. “Wenn er nicht produktiv ist, holen wir ihn zurück ins Büro, zurück an seinen Standort und wir geben ihm das nötige Coaching, bis er seine Produktivität wieder erhöht.”

Luxus an Chinas Leine

Richemont und Burberry zufolge erholen sich die Verbraucherausgaben in China nach drei Pandemiejahren wieder. Burberry-CFO Julie Brown verwies auf “sehr vielversprechende Anzeichen im Januar” auf dem wichtigen Luxusmarkt. Eine Richemont-Sprecherin sagte, zurückkehrender Kundenverkehr habe zu einem starken Aufschwung im Einzelhandel geführt. Die Zahl der Konsumenten Chinas könnte unterdessen bereits von den indischen in den Schatten gestellt worden sein. Nach Schätzungen des World Population Review übertraf Indiens Bevölkerung Ende 2022 mit 1,417 Milliarden Menschen die Chinas, mit 1,412 Milliarden. Indien, wo die Hälfte der Bevölkerung unter 30 Jahre alt ist, wird künftig die am schnellsten wachsende große Volkswirtschaft der Welt sein. Gute Aussichten also für den Luxusmarkt — und Superreiche gibt es dort bereits.

Was sonst noch so passiert ist

  • Britische Häuser billiger

  • BoJ bekämpft Spekulationen

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