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Fünf Themen des Tages: Angst in Hongkong, Büro nur für Impflinge

·Lesedauer: 3 Min.

(Bloomberg) -- Angst in Hongkong, deutsche Wirtschaft belebt sich, europäische Aktien verlieren, Büroarbeit nur für Geimpfte, und das Kartellamt zeigt Zähne. Marktteilnehmer könnte heute beschäftigen:

Angst in Hongkong

HSBC Holdings hat sich bei seinen Kunden in Hongkong entschuldigt, nachdem eine Aktualisierung der Online-Banking-Bedingungen Ängste hinsichtlich des Zugangs zu Finanzdienstleistungen vom Ausland her geschürt hatte. Der Zugang zu Geldmitteln in der Stadt wird zum sensiblen Thema, da Tausende von Hongkongern wegen der Einschränkung ihrer Freiheit auswandern. Die Banken wurden letzte Woche zum Instrument der Politik gegen oppositionelle Kräfte, als die Regierung sieben Instituten verbot, mit Apple Daily, der führende pro-demokratischen Zeitung der Stadt, Geschäfte zu machen. Das Blatt wird am 26. Juni eingestellt, nachdem leitende Redakteure und Führungskräfte verhaftet worden waren. Jimmy Lai, Eigentümer der Zeitung und pro-demokratischer Aktivist, sitzt ebenfalls im Gefängnis.

Deutsche Wirtschaft belebt sich

Deutschland verzeichnet im Juni einen Boom im Dienstleistungssektor und es gibt erste Anzeichen, dass sich Versorgungsengpässe verbessern. Der Composite-PMI für Deutschland kletterte von 56,2 im Mai auf 60,4, erwartet worden war nur ein Anstieg auf 57,6. Ein Rückgang der Zahl der Güterproduzenten, die über längere Lieferzeiten und steigende Materialpreise berichten, könnte ein Vorbote dafür sein, dass das Schlimmste der Störungen nun vorüber ist, sagte IHS Markit Associate Director Phil Smith. Die Inputpreise für Dienstleistungen in Deutschland stiegen allerdings so schnell wie nie zuvor seit Beginn der Datenerhebung durch IHS Markit, was auch die EZB interessieren dürfte. Auch in der Eurozone ging es im Juni aufwärts. Für die zweite Jahreshälfte erwartet EZB-Vize Luis de Guindos “sehr deutliches Wachstum.”

Europäische Aktien verlieren

Europäische Aktien bauten im Verlauf des Vormittags ihre Verluste aus. Der Stoxx 600 Europe Index lag gegen Mittag rund 0,3% im Minus. Lediglich Öl- und Energieaktien konnten sich dem Trend entziehen. Fed-Chef Jerome Powell hatte am Dienstag vor Abgeordneten gesagt, dass Preissteigerungsraten in der Wirtschaft in letzter Zeit zwar größer als erwartet ausgefallen seien, künftig aber wahrscheinlich wieder abnehmen würden. “Powells Worte helfen, den Markt nach den Spannungen der letzten Woche zu beruhigen”, sagte Thomas Nugent von Mapfre AM. “Es herrscht abwartende Stimmung”. In Deutschland verloren Shop Apotheke nach einer Herabstufung durch Metzler. Brenntag stiegen nach der Bekanntgabe der Übernahme von JM Swank auf ein Rekordhoch.

Büroarbeit nur für Geimpfte

Die Wall-Street-Bank Morgan Stanley wird zukünftig Mitarbeitern und Kunden, die kein Covid-19-Impfung erhalten haben, den Zutritt zu ihren New Yorker Büros verwehren. Laut einem internen Memo müssen ab 12. Juli alle Mitarbeiter, externe Arbeitskräfte, Kunden und Besucher bestätigen, dass sie vollständig geimpft sind. Nur so erhalten sie Zugang zu Gebäuden in New York City und Westchester. Nach diesem Datum werden diejenigen, die keine vollständige Impfung nachweisen können, die entsprechenden Zutrittsrechte verlieren. In Deutschland wurden bislang 67,1 Millionen Covid-Impfdosen verabreicht, dies entspricht 84 Dosen je 100 Personen. Vor einem Monat lag die Zahl bei 55. Hiesige Banker sollten ein Auge darauf werfen, welche Homeoffice-Ansprüche sie künftig haben werden.

Das Kartellamt zeigt Zähne

Wie selten zuvor in der Welt der Kartellrechtsdurchsetzung übt Deutschlands oberster Wettbewerbshüter neue Befugnisse aus, um sich die Giganten des Silicon Valley zur Brust zu nehmen. Andreas Mundt hat allein in den letzten fünf Wochen Verfahren gegen Amazon, Google und Apple eingeleitet - zusätzlich zu Facebook - und sich als einer der aggressivsten Wächter in Europa erwiesen. Der Salvo - der auf nationaler Ebene in der EU seinesgleichen sucht - könnte die Geschäftsmodelle der Tech-Unternehmen durcheinanderwirbeln. Bußgelder brächten nichts, sagte Mundt in einem Interview. Um einen echten Unterschied zu machen, müssten wo nötig Abhilfemaßnahmen verhängt werden, die zu Verhaltensänderungen bei den Unternehmen führen. Mundts Ehrgeiz geht selbst über den Furor der EU hinaus, wo Kommissarin Margrethe Vestager zu einer der schlimmsten Geißeln von Big Tech geworden ist.

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©2021 Bloomberg L.P.

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