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EZB-Umfrage: Inflationserwartungen der Verbraucher sinken spürbar

FRANKFURT (dpa-AFX) -Die Inflationserwartung der Verbraucher in der Eurozone für die nächsten zwölf Monate ist merklich zurückgegangen. Laut einer Umfrage der Europäischen Zentralbank (EZB) sank die erwartete Preissteigerung im November zum Oktober 2023 von 4,0 auf 3,2 Prozent, wie die EZB am Dienstag in Frankfurt mitteilte.

Ebenso fiel die Inflationserwartung für die nächsten drei Jahre von 2,5 auf 2,2 Prozent. Die Teuerungserwartung sank damit sowohl für den Einjahres- als auch für den Dreijahreszeitraum auf den niedrigsten Stand seit Februar 2022. Sie liegt auch deutlich unter der wahrgenommenen Inflationsrate.

Die Entwicklung der Inflationswahrnehmungen und -erwartungen war in den verschiedenen Einkommensgruppen sehr ähnlich. Jüngere Befragte (18-34 Jahre) gaben jedoch weiterhin niedrigere Werte an als ältere Befragte (55-70 Jahre). Die Erwartungen liegen damit weiter über dem von der EZB anvisierten Inflationsziel von zwei Prozent, nähern sich diesem aber an. Nach dem russischen Überfall auf die Ukraine hatte die Teuerungserwartung im Jahresverlauf 2022 noch viel höher gelegen.

Die tatsächliche Inflation in der Eurozone war in den vergangenen Monaten ebenfalls längere Zeit gesunken, hat sich Ende des vergangenen Jahres jedoch erstmals seit September wieder beschleunigt. Die Verbraucherpreise lagen im Dezember 2,9 Prozent höher als ein Jahr zuvor, nachdem die Inflationsrate im November mit 2,4 Prozent den tiefsten Stand seit Sommer 2021 erreicht hatte.

Die EZB hat ihre Leitzinsen im Kampf gegen die hohe Teuerung seit Mitte 2022 deutlich angehoben. Zuletzt hatte sie aber angesichts gesunkener Inflationsraten nicht weiter an der Zinsschraube gedreht.

Die Verbraucherumfrage CES (Consumer Expectations Survey) ist eine monatliche Online-Befragung von erwachsenen Verbrauchern ab 18 Jahren aus sechs Ländern der Eurozone. Befragt werden derzeit rund 14 000 Personen aus Deutschland, Belgien, Spanien, Frankreich, Italien und den Niederlanden. Die Länder stehen für etwa 85 Prozent der Wirtschaftsleistung in der Eurozone.

Inflationserwartungen spielen eine wichtige Rolle für die Geldpolitik der EZB. Die nächste Veröffentlichung der Befragungsergebnisse ist für den 6. Februar terminiert.