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EZB-Präsidentin Lagarde plädiert für neuen Politik-Mix

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die neue EZB-Präsidentin Christine Lagarde hat sich für eine Neuausrichtung verschiedener Politikbereiche ausgesprochen. Die aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen erforderten einen neuen europäischen Politikmix, sagte sie am Freitag bei ihrer ersten öffentlichen Rede als Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt. Sie greift damit eine Forderung ihres Vorgängers Mario Draghi auf, der Ende Oktober planmäßig aus dem Amt geschieden ist.

Die Geldpolitik könne ihre Ziel schneller und mit weniger Nebenwirkungen erreichen, wenn andere Politikbereiche sie unterstützten, sagte die Französin. Ein zentrales Element sei die staatliche Ausgabenpolitik. Hier gehe es aber nicht nur um die Höhe der Ausgaben, sondern auch um die Zusammensetzung.

"Investitionen sind ein besonders wichtiger Teil der Antwort auf die Herausforderungen von heute, da sie sowohl die Nachfrage von heute als auch das Angebot von morgen sind." Neben öffentlichen Investitionen nannte Lagarde auch private Investitionen von Unternehmen.