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Extreme Dürre im Norden Kenias: Es gibt nur noch bittere Beeren

Die Menschen in Purapul, einem Ort im staubigen Norden Kenias, leben nur noch von wilden Beeren - wohl wissend, dass diese ihre Kinder krank machen. Es hat seit drei Jahren nicht mehr richtig geregnet, und es gibt nichts anderes zu essen.

Im staubigen Norden Kenias, der von einer furchtbaren Dürre heimgesucht wird, sind die Bewohner des kleinen Ortes Purapul dem Hungertod nahe.

Sie leben nur noch von wilden Beeren - wohl wissend, dass diese ihre Kinder krank machen. Aber es hat seit drei Jahren nicht mehr richtig geregnet, und es gibt einfach nichts anderes zu essen. "Das ist die einzige Möglichkeit zu überleben", erklärt fünffache Mutter Loka Metir und hält eine Handvoll vertrockneter Beeren der Kamera entgegen.

Schlimmste Dürre seit 40 Jahren

Das Horn von Afrika erlebt die schlimmste Dürre seit 40 Jahren. Mindestens 18 Millionen Menschen leiden unter extremem Hunger. In Kenia sind 4 Millionen Menschen von Hunger betroffen. Das Land befindet sich mitten im Wahlkampf vor den Präsidentschaftswahlen am 9. August, bei denen viel auf dem Spiel steht.

In den nördlichen Wüstenregionen leiden laut offiziellen Zahlen vom Juni fast 950.000 Kinder unter fünf Jahren und 134.000 schwangere oder stillende Frauen an akuter Unterernährung. In den drei am stärksten betroffenen Bezirken, darunter Marsabit, herrschen Bedingungen, die an eine Hungersnot grenzen.

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