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Nach Exit an Miele: Otto Wilde verärgert Fans mit überraschendem Lieferstopp

·Lesedauer: 2 Min.
Erfinder Otto Wilde mit seiner Schwiegertochter Julia Wilde und Familienfreund Alexander Luik bei der TV-Show "Die Höhle der Löwen".
Erfinder Otto Wilde mit seiner Schwiegertochter Julia Wilde und Familienfreund Alexander Luik bei der TV-Show "Die Höhle der Löwen".

Nicht weniger als 4.000 Leute warten auf den smarten Gasgrill des Düsseldorfer Startups Otto Wilde. Sie haben mindestens 1.000 Euro dafür bezahlt, manche sogar das Doppelte. Seit einem Jahr steht das Produkt auf der Website zum Vorverkauf, in einer Crowdfunding-Kampagne erreichte Otto Wilde ebenfalls zahlreiche Fans. Mit etwa 4,5 Millionen Euro finanzierten sie das Projekt. Aber die Auslieferung dauert weiter an.

Eigentlich sollte Otto’s G32 – so das neue Luxusmodell – bereits im November 2020 ausgeliefert werden. Doch die Corona-Pandemie und damit verbunden die hohen Logistikkosten sowie Lieferzeiten aus China hätten Otto Wilde einen Strich durch die Rechnung gemacht, heißt es vom Unternehmen. Dadurch habe die Firma auch lange kein Gerät für die Prüfinstitute bauen können. Als die Düsseldorfer Ende März schließlich die nötige CE-Zertifizierung bekamen, sollte die Serienproduktion angekurbelt werden. Etwa 300 Stück hatte Otto Wilde bereits fertig und versandbereit, als Miele dazwischenfunkte.

„Aus unserer Sicht war das Produkt fertig“

Das Startup hat im März 75 Prozent an den Haushaltsgerätehersteller verkauft. Für welchen Preis ist nicht bekannt. Die restlichen Anteile verteilen sich auf die Gründer: Erfinder Otto Wilde, sein Sohn Nils Wilde, die Schwiegertochter Julia Wilde sowie der Familienfreund Alexander Luik. Miele hat also das Sagen und bestimmte Ende Juni: Der Grill wird so erst einmal nicht ausgeliefert. Darüber berichtete die Rheinische Post zuerst.

„Miele kontrolliert die Produkte deutlich umfangreicher als die Prüfinstitute“, so Luik zu Gründerszene. Das Unternehmen vergewissere sich nicht nur, dass die Verbraucher das Gerät sicher benutzen können, sondern achte auf weitaus mehr Aspekte wie etwa die Lebensdauer, erklärt der Gründer. Etwa 20 Mitarbeiter habe Miele für das Venture abgestellt. Mehr als 40 beschäftige Otto Wilde selbst.

„Aus unserer Sicht war das Produkt fertig“, so Luik zu Gründerszene. Die Zertifizierung sei aber erst nach dem Exit gekommen, von daher hätte Otto Wilde den Luxusgrill nicht ohne Mieles Zustimmung verschicken können. Nun geht Otto’s G32 frühestens im März 2022 an die Kunden.

Geringe Stornoquote

Genervt sei der Mitgründer nicht von der Entscheidung, sagt er. Er habe Verständnis für den Aufschub. „Es ist natürlich ärgerlich für die Kunden und das tut uns leid.“ Die Stornierungsquote sei aktuell noch gering: Gemessen am bereits bezahlten Gesamtwert der Vorbestellungen liege die Quote im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Diese Summe zahlt das Startup wieder zurück. Die Crowd-Finanzierer müssen allerdings weiterhin warten. Für sie ist eine solche Investition immer mit einem Risiko verbunden. Laut Luik verkaufen erste Unterstützer ihre Grills jedoch über einen Zweitmarkt und verlangen weitaus mehr Geld.

Auch die fertigen Produkte werden im Shop letztendlich mehr kosten als angepeilt, teilt das Unternehmen mit. Als Grund nennen Otto Wilde und Miele weiterhin die hohen Gebühren für Waren und Logistik. Die Fans verärgert das, da der Grillhersteller zahlreiche Gadgets im Sortiment aufnehmen wollte, um aus dem Gerät eine Art Außenküche zu machen. Das sei nun kaum bezahlbar.

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