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Euro-Kurs gefallen – Türkische Lira setzt Talfahrt fort

·Lesedauer: 2 Min.

Angesichts hoher Corona-Neuinfektionen bleibt die Verunsicherung an den Finanzmärkten hoch. Die türkische Lira fällt erneut auf Rekordtief.

In den beiden Währungen wird ein Großteil der weltweiten Transaktionen abgewickelt. Foto: dpa
In den beiden Währungen wird ein Großteil der weltweiten Transaktionen abgewickelt. Foto: dpa

Der Euro ist am Montag belastet durch die sich zuspitzende Corona-Lage unter Druck geraten. Am Nachmittag kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,1816 US-Dollar. In der Nacht hatte er rund einen halben Cent mehr gekostet. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1819 Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8461 Euro.

Die Verunsicherung an den Finanzmärkten bleibt angesichts hoher Corona-Neuinfektionen hoch. In wichtigen Ländern der Eurozone wie Italien und Spanien wurde das öffentliche Leben schon wieder heruntergefahren. Auch in Deutschland werden weitergehende Maßnahmen erwartet.

Die Zuspitzung der Corona-Lage schlägt sich auch schon in Konjunkturdaten wieder. So hat sich das Ifo-Geschäftklima im September überraschend deutlich eingetrübt. „Die heutige Veröffentlichung unterstreicht, dass die Zeit positiver konjunktureller Nachrichten erst einmal vorbei sein dürfte“, kommentierte Uwe Burkert, Chefvolkswirt der Landesbank Baden-Württemberg. Der Rückgang sei wohl nur ein Vorgeschmack dafür, was noch bevorstehen könnte, falls der zuletzt explosionsartige Anstieg der Infektionszahlen nicht bald eingedämmt werden könne.

Zudem sind die Hoffnungen auf ein Corona-Hilfspaket in den USA zuletzt gesunken. Die Sprecherin des Repräsentantenhauses Nancy Pelosi und US-Finanzminister Steven Mnuchin brachen ihre Gespräche erst einmal ab und beschuldigten sich gegenseitig, im Nachhinein „die Verhandlungsregeln geändert zu haben“. „Vor der US-Wahl wird es wohl nichts mehr“, kommentierte Ulrich Leuchtmann, Devisenexperte von der Commerzbank. Weniger fiskalpolitische Unterstützung der Wirtschaft heiße aber auch weniger Inflation. Davon profitiere der Dollar.

Der Wertverfall der türkischen Währung geht ungebremst weiter. Am Montag fiel die Lira nach Drohungen des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan an die Adresse Frankreichs zum US-Dollar und zum Euro erneut auf Rekordtiefs. Erstmals mussten für einen Dollar mehr als acht Lira gezahlt werden. Seit mittlerweile neun Wochen befindet sich die türkische Währung zum Dollar auf Talfahrt.