Werbung
Deutsche Märkte geschlossen
  • DAX

    17.419,33
    +48,88 (+0,28%)
     
  • Euro Stoxx 50

    4.872,57
    +17,21 (+0,35%)
     
  • Dow Jones 30

    39.131,53
    +62,42 (+0,16%)
     
  • Gold

    2.045,80
    +15,10 (+0,74%)
     
  • EUR/USD

    1,0823
    -0,0005 (-0,04%)
     
  • Bitcoin EUR

    47.665,25
    +511,79 (+1,09%)
     
  • CMC Crypto 200

    885,54
    0,00 (0,00%)
     
  • Öl (Brent)

    76,57
    -2,04 (-2,60%)
     
  • MDAX

    25.999,48
    -100,28 (-0,38%)
     
  • TecDAX

    3.394,36
    -10,65 (-0,31%)
     
  • SDAX

    13.765,66
    -59,10 (-0,43%)
     
  • Nikkei 225

    39.098,68
    +836,48 (+2,19%)
     
  • FTSE 100

    7.706,28
    +21,79 (+0,28%)
     
  • CAC 40

    7.966,68
    +55,08 (+0,70%)
     
  • Nasdaq Compositive

    15.996,82
    -44,80 (-0,28%)
     

EU vermutet Preisabsprachen im Bondhandel bei Deutsche Bank, Rabobank

(Bloomberg) -- Die Deutsche Bank AG und die niederländische Rabobank werden von der Europäischen Union verdächtigt, sich beim Handel mit Staatsanleihen abgesprochen und damit gegen Kartellvorschriften verstoßen zu haben. Das geht aus der Mitteilung der Beschwerdepunkte der EU-Kommission hervor, die am Dienstag veröffentlicht wurde.

Der “vorläufigen Auffassung” der Kommission zufolge haben “die beiden Banken zwischen 2005 und 2016 über einige ihrer Händler sensible Geschäftsinformationen ausgetauscht und ihre Preisbildungs- und Handelsstrategien für den Handel mit diesen Anleihen auf dem Sekundärmarkt” koordiniert.

Die Koordination habe “mutmaßlich hauptsächlich per E-Mail und über Online-Chatrooms stattgefunden”. Betroffen sind auf Euro lautende Staatsanleihen sowie sogenannte SSA-Anleihen supranationaler, ausländischer oder halbstaatlicher Emittenten und gedeckte und staatlich garantierte Schuldverschreibungen.

Der Kommission zufolge hätten Gespräche über einen möglichen Vergleich nur “mangelnde Fortschritte” gemacht, weswegen nun das Kartellverfahren fortgesetzt werde.

Die Deutsche Bank erklärte, sie rechne nicht mit einer Geldstrafe, da sie “proaktiv mit der Kommission zusammengearbeitet” habe und ihr “infolgedessen eine bedingte Immunität gewährt wurde”. Die Rabobank sagte, sie werde “mit der Untersuchung der Europäischen Kommission in dieser Angelegenheit kooperieren”.

Dies ist die dritte EU-Untersuchung im Zusammenhang mit Kartellen auf dem Bondmarkt. Im April 2021 verhängte die Kommission gegen drei Investmentbanken Geldbußen in Höhe von insgesamt 28 Millionen Euro wegen ihrer Beteiligung an einem Kartell für den Handel mit auf US-Dollar lautenden SSA-Anleihen.

Im Mai 2021 stellte sie fest, dass sieben Investmentbanken an einem Kartell für den Handel mit europäischen Staatsanleihen beteiligt waren, und verhängte Geldbußen in Höhe von insgesamt 371 Millionen Euro.

Überschrift des Artikels im Original:Deutsche Bank, Rabobank Hit With EU Complaint Over Bonds Cartel

--Mit Hilfe von Steven Arons und Cagan Koc.

(Neu: Stellungnahmen der Banken)

More stories like this are available on bloomberg.com

©2022 Bloomberg L.P.