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EU-Unterhändler sieht weiter hohe Hürden vor Handelspakt mit London

·Lesedauer: 1 Min.

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Auch nach der vorerst letzten Verhandlungsrunde sieht EU-Unterhändler Michel Barnier hohe Hürden vor einem Handelspakt mit Großbritannien. Es gebe zwar einige Annäherungen und positive Entwicklungen bei Themen wie der Sicherheit im Luftverkehr und bei der Sicherung von Grundrechten. Doch blieben bei "Punkten von großer Bedeutung für die Europäische Union anhaltende ernste Differenzen", erklärte Barnier am Freitag.

Der britische Unterhändler David Frost äußerte sich positiver. "Obwohl weiterhin Differenzen bestehen, zeichnen sich die Umrisse einer Einigung ab", erklärte er in London. Gewisse Fortschritte gebe es auch bei einigen seit langem strittigen Punkten - etwa den Wettbewerbsbedingungen. Die EU müsse sich jedoch noch weiter bewegen. Bei den Regeln für die Fischerei in britischen Gewässern liege man leider immer noch weit auseinander. Er sei besorgt wegen der knapper werdenden Zeit.

Der britische Premierminister Boris Johnson hatte eine Frist bis 15. Oktober gesetzt, die EU bis Ende Oktober. Am Samstag will EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen mit Johnson bei einer Videokonferenz besprechen, wie es weiter geht.