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EU-Kommissionschef Barroso: Russlands Verhalten in Ukraine unakzeptabel

Kerstin Kubanek
Finanzmarkt-Journalistin
EU-Kommissionspräsident José Barroso erklärt Russlands Verhalten gegenüber der Ukraine für unakzeptabel (Bild: dpa)

EU-Kommissionspräsident José Barroso hat das Verhalten Russlands gegenüber der Ukraine scharf verurteilt. Ein solches Verhalten ist für die Europäische Union unakzeptabel, sagte er in einem Interview mit Bloomberg TV.

In Bezug auf die Absage des G8-Gipfels im russischen Sotchi erklärte der EU-Kommissionspräsident es handle sich dabei vor allem um eine politische Geste. In dieser Gruppe seien vor allem Nationen vereint, die die gleichen Werte haben. Die derzeitige Situation zeige, dass diese Werte von Russland nicht respektiert worden seien.

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Es habe keine Diskussionen darüber gegeben, Russland aus der G20-Gruppe auszuschließen, erklärte Barroso gegenüber Bloomberg-TV-Reporter Hans Nichols. "Die G20 ist vor allem ein ökonomisches Forum. Darin gibt es sowohl demokratisches als auch nicht-demokratische Länder."

Auswirkungen der bereits verhängten sowie geplanten Sanktionen gegen Russland auf die europäische Konjunktur fürchtet Barroso nach eigenen Angaben nicht. "Der Euro ist im Vergleich mit anderen Währungen stark", so der EU-Kommissionschef. Des Weiteren hätten sich die europäischen Länder darauf verständigt, dass sie notfalls den Preis dafür bezahlen werden, um internationale Gesetze zu bewahren. "Wir sind die Europäische Union, die auf den Werten des Friedens basiert. Und die Ukraine wollte mit der Europäischen Union assoziiert werden", so Barroso weiter.

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