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EU geht bei Konjunkturprognose von No-Deal-Brexit aus

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BRÜSSEL (dpa-AFX) - Acht Wochen vor Ende der Brexit-Übergangsphase geht die EU-Kommission für ihre Konjunkturprognose vorerst davon aus, dass kein Handelspakt mit Großbritannien gelingt und ab 1. Januar Zölle eingeführt werden. Das sei eine technische Annahme und schließe nicht aus, dass doch ein Verhandlungserfolg komme, sagte Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni am Donnerstag.

Auf Grundlage ihrer Annahme prognostiziert die EU-Behörde für Großbritannien eine noch langsamere wirtschaftliche Erholung von der Corona-Krise als für die Europäische Union. Nach einem erwarteten Wirtschaftseinbruch um 10,3 Prozent in diesem Jahr geht die Kommission für das Vereinigte Königreich von nur 3,3 Prozent Wachstum 2021 und 2,1 Prozent für 2022 aus.

Die Tatsache, dass nach jetzigem Stand ab 2021 ohne Abkommen mit der EU nach Regeln der Welthandelsorganisation WTO Handel betrieben werde, werde den Aufschwung bremsen, sagte Gentiloni. Nach WTO-Regeln müssten Zölle auf wichtige Produkte erhoben werden. In den Verhandlungen der EU mit Großbritannien war zuletzt immer noch keine Einigung in Sicht.