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Einzelhändler in Toplagen leiden besonders unter Corona

·Lesedauer: 1 Min.
Passanten mit Einkaufstüten sind in Hamburg auf dem Jungfernstieg unterwegs.
Passanten mit Einkaufstüten sind in Hamburg auf dem Jungfernstieg unterwegs.

Einkaufsstraßen in kleineren Städten und nüchterne Fachmarktzentren erholen sich überraschend gut von der Krise. Viel härter trifft es die vermeintlichen Toplagen. Die Geschäfte in den Innenstädten leben von Kunden von weit her. Diese bleiben nun weg.

Düsseldorf (dpa) - Besonders hart hat die Corona-Pandemie den Einzelhandel in den sonst sehr gut frequentierten Toplagen der Metropolen getroffen. Das hat der Geschäftsführer der Handelsberatung BBE, Joachim Stumpf, beobachtet.

Einkaufsstraßen in kleineren Städten und nüchterne Fachmarktzentren haben sich dagegen viel besser von der Krise erholt.

«Corona hat in den Innenstädten alles durcheinandergewirbelt», sagt Stumpf. Das Erfolgsrezept der Toplagen, die in normalen Zeiten Kunden von weit her anlocken und einen großen Teil der Umsätze mit Touristen machen, funktioniere aktuell nicht mehr. Dagegen hätten sich vermeintliche Problemstandorte in kleineren Städten, die in den vergangenen Jahren regelmäßig zu den Verlierern gehörten, rasch von dem Corona-Schock erholt. Sie profitierten davon, dass die Verbraucher das Getümmel mieden.

Auch viele Shopping-Center gehören zu den Opfern der Krise, wie Joachim Will, Inhaber des Wiesbadener Beratungsunternehmens Ecostra, beobachtet hat. «Ihnen macht die Maskenpflicht zu schaffen - und die Tatsache, dass viele Verbraucher deshalb den Aufenthalt in geschlossenen Räume möglichst kurz halten.» Einige Shopping-Center werden die Krise nicht überleben, ist Will überzeugt.