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Eine Eigenschaft macht euch laut einer Harvard-Karriereexpertin besonders erfolgreich – Frauen haben sie häufiger als Männe

Welche Eigenschaft hilft euch dabei, besonders erfolgreich zu sein? Laut einer ehemaligen Harvard-Professorin ist es: Teamfähigkeit. - Copyright: Getty Images/ Hinterhaus Productions
Welche Eigenschaft hilft euch dabei, besonders erfolgreich zu sein? Laut einer ehemaligen Harvard-Professorin ist es: Teamfähigkeit. - Copyright: Getty Images/ Hinterhaus Productions

Als Karriereredakteurin beschäftige ich mich häufig mit der Frage, was es bedeutet, beruflich Erfolg zu haben. Wobei ich mir sicher bin? Dass es hierauf nicht nur eine Antwort gibt. So definiert auch der Duden Erfolg als das „Eintreten einer beabsichtigten, erstrebten Wirkung“. Wie diese Wirkung jedoch definiert wird, obliegt jedem Einzelnen. Manch einer definiert Erfolg messbar, beispielsweise an Beförderungen oder Gehaltserhöhungen. In meinen Augen ist Erfolg das Erreichen persönlich gesetzter Ziele und folglich an die persönliche Weiterentwicklung geknüpft.

Noch wichtiger als die Frage, wie beruflicher Erfolg definiert werden kann, ist für viele jedoch, wie man ihn überhaupt erzielen kann. Laut der ehemaligen Harvard-Professorin Heidi K. Gardener braucht es dafür vor allem eine Eigenschaft, die jedoch gar nicht mal so häufig vorkommt. Und zwar: Teamfähigkeit.

Teamfähigkeit als entscheidender Faktor

Heidi K. Gardener war lange Professorin an der Harvard Business School und ist die Autorin des Buchs „Smarte Zusammenarbeit: Ein neuer Ansatz zum Abbau von Barrieren und zur Umgestaltung der Arbeit". In einem Artikel auf „CNBC Make It“ verrät sie den einen Karrieretipp, den sie jungen Menschen besonders gerne gibt. Er lautet: Konzentriert euch nicht nur auf eure Leistungen. Seid Teamplayer.

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In den Jahren ihrer Lehr- und Forschungstätigkeit an der Wirtschafts- und Rechtsfakultät von Harvard habe sie eine wichtige Erkenntnis gewonnen. Sie schreibt: „Menschen, die es verstehen, in Teams zusammenzuarbeiten, haben einen großen Wettbewerbsvorteil gegenüber denjenigen, die dies nicht tun.“ Auch Unternehmen, die teamfähige Mitarbeiter einstellen, können ihr zufolge nur profitieren. Denn kollaborative Mitarbeiter liefern nicht nur hochwertige Ergebnisse, sondern werden auch schneller befördert. Auch werden sie von der Geschäftsleitung stärker wahrgenommen und haben zufriedenere Kunden.

Tatsächlich sei Teamfähigkeit aber gar nicht mal so häufig, schreibt Gardener auf „CNBC Make It“. Bei Männern komme sie besonders selten vor. Das belegt auch eine McKinsey-Studie aus dem Jahr 2021. Diese ergab, dass weibliche Führungskräfte im Vergleich zu Männern auf der gleichen Ebene doppelt so häufig Zeit und Energie in die Zusammenarbeit mit anderen stecken. Und zwar neben ihrem „normalen“ Job.

Wie man besser mit anderen Menschen zusammenarbeiten kann

Die positive Nachricht gleich hinterher: Ihr könnt eure Teamfähigkeit stetig verbessern. Gardener nennt folgende Tipps, wie die Zusammenarbeit mit Kollegen künftig noch gelungener wird:

1. Agiert inklusiv

Ganz gleich, ob ihr angestellt oder in leitender Rolle tätig sein: Gardener rät, dass ihr unterschiedliche Menschen zusammenbringen solltet. Unterschiedlich meint dabei, dass sie beispielsweise aus anderen Wissensgebieten kommen oder beruflich andere Hintergründe haben können. Aber auch das Alter und folglich die Lebenserfahrung können ein unterscheidender Faktor sein. Diese Unterschiede ermöglichen, dass die Personen möglichst viel voneinander lernen können.

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2. Zeigt Anerkennung

Eine Studie des Harvard-Business-School-Professors Boris Groysberg ergab, dass Arbeitnehmer, insbesondere Männer, ihre beruflichen Netzwerke oft als selbstverständlich ansehen. Das Problem dabei? Wer vergisst, wie viel Unterstützung er bereits durch andere Kollegen erfahren hat, halte sich für unabhängiger, als er wirklich ist. Diese „Ich-Zuerst-Mentalität“ könne jedoch dafür sorgen, dass ihr zum Beispiel in einem Bewerbungsgespräch schlechter ankommt. Achtet daher immer darauf, den Blick auch auf eure Kollegen zu richten und denjenigen Tribut zu zollen, die euch auf eurem Weg unterstützt haben.

3. Bittet um Hilfe

Seid ihr bei euch in Firma beispielsweise dafür zuständig, jede Woche ein Reporting vorzulegen? Tut ihr dies jede Woche, ohne mit anderen Menschen zusammenzuarbeiten, könne das schnell so wirken, als würdet ihr nur eure Meinung zulassen. Besser ist es Gardener zufolge, ihr bezieht Experten aus verschiedenen Abteilungen mit ein, um eurem Reporting mehr Gewicht und Glaubwürdigkeit zu verleihen. Ganz wichtig: Erwähnt die Kollegen, die euch unterstützt haben und bringt ihnen auf diesem Weg Wertschätzung entgegen.

4. Fördert den Wissensaustausch

Gardener schreibt auf „CNBC Make It“: „Meine Forschung hat ergeben, dass der Wunsch zu lernen, ein häufiger Antrieb für freiwilliges Engagement ist.“ Eine weitere Möglichkeit, die Zusammenarbeit im Team zu verbessern, ist, diesen Wunsch nach Wachstum zu erfüllen. Man sollte der ehemaligen Harvard-Professorin zufolge Menschen also die Möglichkeit geben, voneinander zu lernen. Dabei müsse man nicht einmal selbst anwesend sein. Oft genüge es schon, virtuelle Räume zu schaffen – und sei es nur über einen Channel in einem Messaging-Tool. Diese Räume seien „eine großartige Möglichkeit, virtuelle Formen der Zusammenarbeit, des Wissensaustauschs und der Wissensverteilung zu fördern.“

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