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Dreimal Rot! WM-Spiel zwischen Marokko und Island eskaliert

SPORT1
·Lesedauer: 2 Min.

Island ist bei der Handball-WM in Ägypten als Gruppenzweiter hinter Portugal in die Hauptrunde eingezogen. (Alles zur Handball-WM)

Damit dürfte das Team von Trainer Gudmundur Gudmundsson mit der Vorrunde gedanklich bereits abgeschlossen haben, das letzte Spiel in der WM-Gruppe F wird den Isländern wohl dennoch in Erinnerung bleiben. Der Grund: Die Partie war an brutalen Fouls kaum zu überbieten.

Schon in der 10. Spielminute sahen die Marokkaner die erste direkte Rote Karte, nachdem Mehdi Ismaili Alaoui den Isländer Elvar Örn Jónsson mit dem Ellenbogen voraus im Gesicht erwischte.

Zwei Bundesliga-Spieler bei Island hart erwischt

Die nächste Disqualifikation folgte in der zweiten Hälfte: In der 46. Minute holte Marokkos Amine Harchaoui Gisli Kristjánsson vom SC Magdeburg böse aus der Luft. (Handball-WM 2021: Die Tabellen)

Nur vier Minuten später holte sich der Außenseiter dann auch noch die dritte Rote Karte ab. Wieder wurde ein isländischer Rückraumspieler brutal aus der Luft gefischt, diesmal war Viggó Kristjánsson vom Bundesligisten TBV 1898 Stuttgart der Leidtragende.

Doch bei einer Roten Karte blieb es nicht: Die Unparteiischen zeigten dem Übeltäter Hicham Hakimi im Anschluss noch das blaue Pendant hinterher. Heißt: Marokkos Vergehen wurde schriftlich in den Spielbericht aufgenommen. Über weitere Maßnahmen wird später entschieden, in der Regel kommt eine Spielsperre auf den Spieler zu.

Handball-WM: Marokko scheitert in der Vorrunde

Zum krönenden Abschluss kassierte Islands Keeper knapp eine Minute vor Spielende auch noch einen üblen Gesichtstreffer, obwohl Marokkos Spielmacher Mohamed Zaroili völlig frei zum Wurf kam. Der Treffer wurde allerdings nicht geahndet. (Spielplan und Ergebnisse der Handball-WM 2021)

Der Grund für die Niederlage war für Marokkos Lahcen Bellimam nach der Partie offensichtlich: "Wir haben gegen Island wirklich gut gespielt, aber drei Spieler, die des Feldes verwiesen wurden, waren der Grund, warum wir verloren haben."

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Marokko hat nach drei Niederlagen aus drei Spielen mit 0:6 Punkten den Einzug in die Hauptrunde beim Mega-Event am Nil verpasst.