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Dreiergipfel in Lwiw: Bemühungen um diplomatische Lösung

Knapp ein halbes Jahr nach dem Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine verstärken sich die diplomatischen Bemühungen. Im westukrainischen Lwiw sprachen die Präsidenten der Ukraine und der Türkei sowie UN-Generalsekretär Guterres unter anderem über die Möglichkeit einer Verhandlungslösung.

Erdogan überbrachte eine versöhnliche Botschaft aus Moskau, was zu Verwunderung auf ukrainischer Seite führte. Er sei sehr überrascht zu hören, dass Russland bereit ist für irgendeine Art von Frieden", sagte Wolodymyr Selenskyj. "Diejenigen, die morden, vergewaltigen, täglich unsere Städte mit Raketen zerstören, können keinen Frieden wollen. Zuerst sollten sie unser Land verlassen."

"Kein weiteres Tschernobyl"

UN-Generalsekretär Guterres warb dafür, die Lieferungen von ukrainischem Getreide in die ärmsten Länder zu beschleunigen. "Wir sehen Anzeichen für eine Stabilisierung der globalen Lebensmittelmärkte", so Guterres. "Aber machen wir uns keine Illusionen: Es bleibt noch viel zu tun, bevor die Menschen (in den betreffenden Ländern; Anm. d. Red.) das im Alltag in ihrer Bäckerei vor Ort bemerken." Die Lieferketten seien weiter gestört und die Energie- und Transportkosten blieben unannehmbar hoch.

Erdogan und Guterres warnten vor einer Katastrophe im Atomkraftwerk Saporischschja. Es war in den vergangenen Tagen wiederholt Ziel von Beschuss. Recep Tayyip Erdogan sagte, man wolle kein weiteres Tschernobyl. "Die Türkei übt ihren Einfluss aus, um den Konflikt durch diplomatische Lösung zu beenden. Wir stehen an der Seite unserer ukrainischen Freunde und werden das auch weiter tun."

Wiederaufbau trotz anhaltendem Beschuss?

Zudem sagte die Türkei der Ukraine Unterstützung beim Wiederaufbau von zerstörter Infrastruktur zu. Erdogan sieht sich als Vermittler zwischen der Ukraine und Russland, zu dem die Türkei enge Wirtschaftsbeziehungen unterhält.

An Wiederaufbau ist in vielen ukrainischen Orten momentan noch nicht zu denken. Fast täglich schlagen Raketen ein. Zuletzt kamen in Charkiw im Osten der Ukraine bei massiven russischen Raketenangriffen nach offiziellen Angaben mindestens elf Menschen ums Leben.