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dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 31.12.2020 - 17.00 Uhr

·Lesedauer: 4 Min.

ROUNDUP 2: Ende der Brexit-Übergangsphase: Großbritannien bricht mit der EU

LONDON/BRÜSSEL - Der Brexit wird Realität: Großbritannien schließt am Donnerstag um Mitternacht seinen Austritt aus der Europäischen Union endgültig ab. Dann endet nach einer elfmonatigen Übergangsphase seit dem EU-Austritt auch die Mitgliedschaft im EU-Binnenmarkt und in der Zollunion. Zum Jahreswechsel wird damit die wirtschaftliche Scheidung vollzogen. Auf den letzten Drücker gab es an Silvester noch eine Einigung für das britische Überseegebiet Gibraltar.

ROUNDUP 2: Madrid und London entschärfen Brexit-Folgen für Gibraltar

MADRID/GIBRALTAR/LONDON - Spanien und Großbritannien haben sich im letzten Augenblick grundsätzlich darauf geeinigt, Gibraltar in den Schengen-Raum mit offenen Grenzen aufzunehmen. Damit werde vermieden, dass die Grenze zwischen Spanien und Gibraltar am Südzipfel der Iberischen Halbinsel ab dem 1. Januar 2021 zu einer undurchlässigen EU-Außengrenze werde, sagte Spaniens Außenministerin Arancha Gonzalez Laya am Donnerstag in Madrid. Stattdessen wird sich Gibraltar nun als eine überraschende Folge des Ausscheidens Großbritanniens aus der EU enger an Spanien und die Europäische Union binden.

ROUNDUP 3: 32 552 Corona-Neuinfektionen und 964 neue Todesfälle gemeldet

BERLIN - Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 32 552 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Außerdem wurden 964 neue Todesfälle verzeichnet, wie das RKI am Donnerstagmorgen bekanntgab. Die Zahlen sind jedoch nur bedingt mit den Werten der Vorwoche vergleichbar. Das RKI hatte über die Weihnachtstage mit einer geringeren Zahl an Tests und auch weniger Meldungen von den Gesundheitsämtern gerechnet. Die aktuell hohen Zahlen sind deshalb aus Sicht des RKI wohl auch durch Nachmeldungen bedingt. Vor einer Woche waren es 32 195 Neuinfektionen und 802 neue Todesfälle binnen eines Tages.

USA: Neuanträge auf US-Arbeitslosenhilfe gehen leicht zurück

WASHINGTON - Die Zahl der Neuanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ist leicht zurückgegangen. Die Corona-Krise belastet den Arbeitsmarkt in den Vereinigten Staaten jedoch weiter. In der Woche bis zum 26. Dezember stellten 787 000 Amerikaner Neuanträge auf Arbeitslosenhilfe, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. In der Woche davor waren es 803 000 Neuanträge gewesen. Volkswirte hatten hingegen mit 835 000 Erstanträgen gerechnet.

ROUNDUP: Neue US-Strafzölle auf Wein aus Deutschland - Kritik aus Brüssel

WASHINGTON/BRÜSSEL - Im Streit mit der Europäischen Union über Subventionen für die Luftfahrtindustrie hat die US-Regierung neue Strafzölle auf Produkte aus Deutschland und Frankreich angekündigt. Betroffen seien Flugzeugbauteile, aber auch bestimmte Weine und bestimmte Cognacs und andere Weinbrände, teilte das Büro des US-Handelsbeauftragten mit. Die EU-Kommission reagierte am Donnerstag mit Kritik.

ROUNDUP: China lässt ersten Corona-Impfstoff offiziell zu

PEKING/AMSTERDAM - Der Kampf gegen die Corona-Pandemie wird in immer mehr Ländern mit Hilfe der neu entwickelten Impfstoffe geführt. Mit Sinopharm hat nun auch in China erstmals ein Pharmahersteller eine Zulassung für die breite Anwendung eines Corona-Impfstoffs erhalten. Die Daten hätten gezeigt, dass das Präparat die einschlägigen Standards der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Nationalen Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde erfülle, hieß es am Donnerstag in einer offiziellen Mitteilung. Der Impfstoff der Universität Oxford und des Pharmakonzern Astrazeneca <GB0009895292> wurde nun auch in Argentinien und El Salvador zugelassen. Die EU-Arzneimittelagentur EMA will das Präparat weiter sorgfältig prüfen.

Wirtschaftsweise: Industrie hat Klimaschutz aufgehalten

NÜRNBERG - Die Nürnberger Volkswirtschaftsprofessorin und "Wirtschafsweise" Veronika Grimm hat der deutschen Industrie vorgeworfen, den Strukturwandel hin zu mehr Klimaschutz zu lange bewusst verlangsamt zu haben. "Man darf nicht verschweigen, dass die Industrie teilweise versucht hat, diesen Strukturwandel aufzuhalten. Das kann sich nun rächen, wenn entscheidende Komponenten für eine klimafreundlichere Wirtschaft nicht aus Europa kommen", sagte Grimm der Deutschen Presse-Agentur.

Stimmung in Chinas Wirtschaft kühlt sich leicht ab

PEKING - Die Stimmung in Chinas Industrie hat sich laut eines wichtigen Konjunkturindikators zum Jahresende etwas abgekühlt. Der offizielle Einkaufsmanagerindex (PMI) sank im Dezember von 52,1 Punkten im Vormonat auf 51,9 Punkte, wie das Pekinger Statistikamt am Donnerstag berichtete. Über der Marke von 50 Punkten ist von einer Ausweitung der industriellen Tätigkeit auszugehen, darunter von einer Kontraktion. Weil China die Corona-Pandemie unter Kontrolle gebracht hat und es kaum noch neue Infektionen gibt, hatte der Einkaufsmanager Index in den vergangenen Monaten immer weiter zugelegt.

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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.