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dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 22.12.2020 - 17.15 Uhr

·Lesedauer: 4 Min.

ROUNDUP 4/Brexit: Bewegung im Streit über Fischerei - aber noch kein Durchbruch

LONDON/BRÜSSEL - In den zähen Verhandlungen über einen Brexit-Handelspakt der Europäischen Union mit Großbritannien gibt es Bewegung. Dies gelte für die besonders umstrittene Frage des Zugangs von EU-Fischern zu britischen Gewässern, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag aus Verhandlungskreisen. Spekulationen über einen nahen Durchbruch seien aber verfrüht.

USA: Verkäufe bestehender Häuser fallen stärker als erwartet

WASHINGTON - Der US-Häusermarkt hat seinen jüngsten Aufwärtstrend im November unterbrochen. Die Verkäufe bestehender Häuser fielen im Monatsvergleich um 2,5 Prozent, wie die Maklervereinigung National Association of Realtors (NAR) am Dienstag in Washington mitteilte. Analysten hatten lediglich mit einem Rückgang um 2,2 Prozent gerechnet.

USA: Verbraucherstimmung trübt sich überraschend deutlich ein

WASHINGTON - Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im Dezember überraschend deutlich eingetrübt. Das Verbrauchervertrauen fiel zum Vormonat um 4,3 Punkte auf 88,6 Zähler, wie das Marktforschungsinstitut Conference Board am Dienstag in Washington mitteilte. Analysten hatten mit einem Rückgang auf im Schnitt 97,0 Punkte gerechnet. Zudem wurde der Wert aus dem November von 96,1 auf 92,9 Punkte nach unten revidiert.

ROUNDUP: US-Kongress beschließt 900 Milliarden Dollar schweres Konjunkturpaket

WASHINGTON - Der US-Kongress hat zur Bewältigung der Corona-Krise ein weiteres großes Konjunkturpaket beschlossen. Das Maßnahmenbündel mit einem Umfang von rund 900 Milliarden Dollar (etwa 737 Milliarden Euro) wurde am Montagabend (Ortszeit) sowohl im Repräsentantenhaus als auch im Senat mit großer Mehrheit beschlossen. Das Paket soll Bürgern in finanzieller Not helfen, Impulse für die geplagte Wirtschaft geben und zusätzliche Mittel für den Kampf gegen das Coronavirus bereitstellen.

USA: Wirtschaft erholt sich im Sommer deutlich von Corona-Schock

WASHINGTON - Die Wirtschaft der USA hat sich im Sommer noch stärker als erwartet von dem coronabedingten Konjunktureinbruch im Frühjahr erholt. Die Wirtschaftsleistung lag im dritten Quartal annualisiert 33,4 Prozent höher als im Vorquartal, wie das Handelsministerium am Dienstag in Washington laut einer dritten Schätzung mitteilte. Volkswirte hatten hingegen im Schnitt eine Bestätigung der zweiten Schätzung erwartet, die ein Wachstum von 33,1 Prozent ergeben hatte.

Drosten: Virus-Variante eher kein größeres Problem für Deutschland

BERLIN - Der Berliner Virologe Christian Drosten hält eine rasante Verbreitung der neuen Coronavirus-Variante in Deutschland für wenig wahrscheinlich. "Ich glaube nicht, dass wir da bald ein größeres Problem kriegen", sagte er am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Es sei zwar recht wahrscheinlich, dass die Variante mit der Bezeichnung B.1.1.7., die erstmals in Großbritannien nachgewiesen wurde, mittlerweile auch in Deutschland sei. "Aber bei den aktuellen Beschränkungen dürfte diese Variante hierzulande eher schwer Fuß fassen." Darauf deuteten Daten hin, die die britische Gesundheitsbehörde Public Health England (PHE) veröffentlicht hat.

EU-Kreise: EU lehnt jüngsten Brexit-Vorschlag zu Fischerei ab

BRÜSSEL/LONDON - Die Europäische Union (EU) hat bei den Verhandlungen über ein Handelsabkommen die jüngsten Zugeständnisse von Großbritannien in Sachen Fischerei laut EU-Kreisen abgelehnt. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag unter Verweis auf nicht genannte EU-Offizielle. Am Montag hatte Großbritannien einen neuen Vorschlag gemacht.

Wirtschaftsforscher senken Prognose für die Eurozone

MÜNCHEN - Drei Forschungsinstitute haben ihre gemeinsame Konjunkturprognose für die Eurozone kräftig nach unten korrigiert. Das Ifo-Institut in München, KOF in Zürich und Istat in Rom rechnen für das gerade zu Ende gehende Quartal nun nicht mehr mit einem Wachstum, sondern mit einem Schrumpfen der Wirtschaftsleistung um 2,7 Prozent. "Das bringt das Gesamtjahr 2020 auf minus 7,3 Prozent", teilten die Institute am Dienstag mit. Im kommenden Jahr erwarten sie für das erste Quartal nur 0,7 Prozent Wachstum, im zweiten dann 3,0 Prozent.

GfK: Lockdown drückt vor Weihnachten auf die Konsumstimmung

NÜRNBERG - Das Konsumklima in Deutschland hat nach Einschätzung des Konsumforschungsunternehmens GfK wegen des Corona-Lockdowns einen weiteren Rückschlag erlitten. Mehr als drei Viertel der Bundesbürger seien der Meinung, dass COVID-19 für Deutschland eine große oder sehr große Bedrohung darstelle, teilte GfK am Dienstag als Ergebnis seiner neuesten Konsumstudie mit. Dies sei der bislang höchste gemessene Wert seit Beginn der Erhebungen zu Corona Mitte April 2020.

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