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dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 16.11.2020 - 17.00 Uhr

·Lesedauer: 3 Min.

ROUNDUP 2: Ungarn und Polen blockieren Beschluss für EU-Corona-Hilfen

BRÜSSEL - Der notwendige Beschluss für die milliardenschweren Corona-Hilfen der EU ist blockiert. Ungarn und Polen verhinderten am Montag aus Protest gegen ein neues Verfahren zur Ahndung von Verstößen gegen die Rechtsstaatlichkeit, dass der politische Entscheidungsprozess wie geplant fortgesetzt werden kann, wie mehrere Diplomaten der Deutschen Presse-Agentur bestätigten.

Impfstoff: Forschungsministerin spricht von 'weiterem Lichtblick'

BERLIN - Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) hat die vielversprechenden Nachrichten des US-Pharmakonzerns Moderna <US60770K1079> bei dessen Suche nach einem Corona-Impfstoff begrüßt. Dies sei ein "weiterer Lichtblick im Kampf gegen Covid-19", sagte Karliczek der Deutschen Presse-Agentur am Montag. Moderna hatte zuvor Daten zu einem Impfstoff-Kandidaten vorgelegt, die Hoffnung machen. Laut Mitteilung des Konzerns hat der Impfstoff eine Wirksamkeit von 94,5 Prozent. Zudem wurde bekannt, dass die Europäische Arzneimittel-Agentur Ema ein sogenanntes Rolling-Review-Verfahren zu dem Moderna-Impfstoff beginnt, das eine vergleichsweise rasche Zulassung zum Ziel hat.

ROUNDUP 2/EZB: Banken erst 2022 auf Vor-Krisen-Niveau - Zersplitterung abbauen

FRANKFURT - Die Corona-Krise zwingt Europas Banken zu einem beschleunigten Umbau. "Die Notwendigkeit, strukturelle Probleme anzugehen, ist jetzt dringender denn je", mahnte der Vize-Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Luis de Guindos, am Montag. Es sei "dringend erforderlich, strukturelle Schwächen im europäischen Bankensektor zu beseitigen, indem Überkapazitäten abgebaut und die Kosteneffizienz verbessert werden, um die anhaltend niedrige Profitabilität zu beheben".

USA: Stimmung in New Yorker Industrie trübt sich überraschend ein

NEW YORK - Die Stimmung in den New Yorker Industrieunternehmen hat sich im November überraschend eingetrübt. Der Empire-State-Index fiel von 10,5 Punkten im Vormonat auf 6,3 Punkte, wie die regionale Notenbank von New York am Montag mitteilte. Analysten hatten hingegen im Schnitt einen Anstieg auf 13,5 Punkte erwartet. Der Indikator signalisiert damit ein schwächeres Wachstum der Industrie.

GESAMT-ROUNDUP: Wirtschaft in Japan und China im Aufschwung

TOKIO/PEKING - Nach schweren Einbrüchen wegen der Corona-Pandemie läuft die Wirtschaft in China und Japan wieder auf Hochtouren. Japan zeigte sich vom Rekordeinbruch erholt: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der vor Deutschland drittgrößten Volkswirtschaft der Welt zog im dritten Quartal - auf das Jahr hochgerechnet - um 21,4 Prozent an, wie die Regierung in Tokio am Montag auf vorläufiger Basis bekanntgab. Es ist das erste Mal nach drei Quartalen, dass Japans Wirtschaft wieder wächst, nachdem die Wirtschaftsmacht zuvor in eine schwere Rezession gerutscht war. Noch besser sieht es in China aus.

Bundesbank: Mehrwertsteuersenkung etwa zu 60 Prozent weitergegeben

FRANKFURT - Verbraucher profitieren der Bundesbank zufolge vor allem bei Lebensmitteln und Industriegütern von der Mehrwertsteuersenkung. Die seit Anfang Juli bis zum Jahresende geltenden niedrigeren Steuersätze schienen bei den meisten Nahrungsmitteln und Industriegütern ohne Energie vollständig weitergegeben worden zu sein, heißt es in dem am Montag veröffentlichen aktuellen Bundesbank-Monatsbericht. Bei Dienstleistungen sei die Senkung dagegen wohl nur zu einem Drittel weitergereicht worden.

Italien: Verbraucherpreise sinken etwas schwächer

ROM - In Italien hat sich der Abwärtstrend der Inflation im Oktober etwas abgeschwächt. Die nach europäischer Methode berechneten Verbraucherpreise (HVPI) seien gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,6 Prozent gesunken, teilte das Statistikamt Istat am Montag in Rom nach einer zweiten Schätzung mit. Eine erste Erhebung wurde bestätigt. Im September hatte die Inflationsrate noch minus 1,0 Prozent betragen.

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