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Douglas voll auf Digital-Kurs: mehr Umsatz online als in den Filialen

·Lesedauer: 2 Min.

Bei Douglas konzentrieren sich die Kräfte mehr und mehr auf das Onlinegeschäft. Von den bevorstehenden Filialschließungen soll Deutschland aber „tendenziell weniger“ betroffen sein, sagt Konzern-Chefin Tina Müller.

Der Kosmetik- und Parfümeriekonzern Douglas will sich noch stärker auf das Onlinegeschäft konzentrieren. „Bislang gilt Douglas vorwiegend als Einzelhändler mit vielen Filialen“, sagte Unternehmenschefin Tina Müller im Interview mit der WirtschaftsWoche. Künftig „drehen wir das Ganze bewusst um und sagen: Douglas ist ein Onlinehändler, der auch ein erfolgreiches stationäres Geschäft hat“, so Müller. Alle Prozesse sollen demnach stärker auf das digitale Geschäft ausgerichtet werden.

„Douglas wird in absehbarer Zeit mehr Umsatz im Internet erzielen als in den Filialen“, kündigte Müller an. Schon heute erziele das Unternehmen rund 40 Prozent des Umsatzes in Deutschland online. Zusätzliches Wachstum soll unter anderem die Internationalisierung des Online-Marktplatzes bringen.

Bislang hat Douglas seine Internet-Plattform nur in Deutschland und Österreich für externe Partnern geöffnet. „In diesem Jahr werden zwei weitere Länder folgen, sukzessive dann alle anderen Kernmärkte“, sagte Douglas-Digitalchefin Vanessa Stützle dem Magazin.

Derzeit überprüft das Unternehmen das Netz von europaweit 2400 Standorten. „Wir versuchen nun abzuschätzen, wie sich welche Filialen entwickeln werden, wenn Corona irgendwann Geschichte ist“, so Müller. „Klar ist, dass es im stationären Handel kein Zurück zum Vor-Lockdown-Niveau gibt“. Viele Kunden würden auch nach dem Ende der Pandemie weiter, online bestellen. „Darauf müssen wir uns einstellen und das Standortnetz anpassen“, sagte Müller. Konkrete Angaben zum Umfang von Schließungen seien „frühestens Ende Januar“ möglich. „Deutschland wird aber tendenziell weniger von potentiellen Ladenschließungen betroffen sein als Südeuropa“, so Müller.

Durch den ‚Lockdown light‘ rechnet die Douglaschefin mit Folgen für den stationären Einzelhandel im diesjährigen Weihnachtsgeschäft. „Aber ich bin mir sicher: Weihnachten fällt für Douglas auch in diesem Jahr nicht aus“. Die Konsumenten würden insgesamt etwas mehr ausgeben. „Ich hoffe, dass wir davon profitieren“, so Müller. Zudem könne Douglas „den Rückgang der Kundenzahlen in den Innenstädten durch unser digitales Geschäft auffangen“.

Sollte sich die Pandemielage in den nächsten Monaten entspannen, könnten auch Börsenpläne des Parfümeriekonzerns wieder Fahrt aufnehmen. „Dieses Frühjahr wäre sicherlich kein guter Zeitpunkt für einen Börsengang gewesen“, so Müller. „Aber wir verfolgen eine langfristige Strategie“. Es gebe „keinen spezifischen Zeitplan, aber wir haben die Pläne für ein IPO nicht endgültig ad acta gelegt“, sagte Müller der WirtschaftsWoche. Letztendlich sei das aber eine Entscheidung des Eigentümers, des Finanzinvestors CVC.

Mehr zum Thema: Das ausführliche Interview mit Douglas-Chefin Tina Müller und Digitalexpertin Vanessa Stützle lesen Sie hier.