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DIHK fordert ambitionierte EU-Handelspolitik

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BERLIN (dpa-AFX) - Die EU muss in der Handelspolitik aus Sicht des DIHK "jetzt die richtigen Weichen stellen" und Europa zu einem Vorreiter machen. Vor Gesprächen der EU-Handelsminister am Montag in Berlin warnte der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK), die Corona-Pandemie drohe zunehmend zu einem Katalysator eines weltweiten Protektionismus zu werden.

"Einschränkungen im globalen Handel treffen insbesondere die stark exportorientierten deutschen Unternehmen ins Mark", sagte DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier der Deutschen Presse-Agentur. Bei den Gesprächen der EU-Minister geht es unter anderem um die Neuausrichtung der europäischen Handelspolitik, globale Lieferketten und Herausforderungen für energieintensive Industrien.

Der DIHK rechnet für das Gesamtjahr 2020 mit einem Rückgang der deutschen Exporte von deutlich mehr als 10 Prozent. Nach einer DIHK-Umfrage unter international agierenden deutschen Unternehmen erwarten acht von zehn Betrieben infolge der Pandemie Umsatzverluste. Für die hoch internationalisierte deutsche Wirtschaft sei es wichtig, globale Geschäfte wieder zu erleichtern.

Nur mit der EU als großem integrierten Wirtschaftsraum haben die oft mittelständisch geprägten deutschen Unternehmen im internationalen Wettbewerb Treier zufolge eine hörbare Stimme. Jeder vierte Arbeitsplatz in Deutschland hänge am Export, in der Industrie sogar jeder zweite. Deutschland müsse daher seine EU-Ratspräsidentschaft nutzen, um die Handelspolitik der Europäischen Union ambitioniert zu gestalten. Die EU sollte auch eine ehrgeizige Modernisierung der Welthandelsorganisation (WTO) vorantreiben, so Treier.