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Diesen Plan hat Amazon in USA mit Einkaufszentren

Sandra Alter
·Freiberufliche Journalistin
·Lesedauer: 2 Min.

In den USA stehen derzeit viele Einkaufszentren leer. Amazon ist Berichten zufolge an Flächen interessiert. Was der Versandhaus-Riese damit vor hat.

The logo of Amazon is seen at the company logistics center in Lauwin-Planque, northern France, April 22, 2020 after Amazon extended the closure of its French warehouses until April 25 included, following dispute with unions over health protection measures amid the coronavirus disease (COVID-19) outbreak.  REUTERS/Pascal Rossignol
(Bild: REUTERS/Pascal Rossignol)

Viele Einzelhandelsflächen in den USA stehen leer. Seit langem schon kämpfen Shopping-Center und große Kaufhäuser ums Überleben, immer weiter sinkende Besucherzahlen sind der Grund. Viele mussten in den vergangenen Jahren schließen, darüber hinaus hat die Pandemie zahlreiche Unternehmen zum Aufgeben gezwungen.

Verhandlungen schon vor Beginn der Pandemie

Nun scheint ausgerechnet Amazon an den riesigen Flächen interessiert zu sein – das Unternehmen, das zahlreiche stationäre Einzelhändler als Grund für ihre rückläufigen Umsätze sehen.

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Bereits vor der Corona-Pandemie hätte der Online-Händler Verhandlungen mit der Simon Property Group, dem größten Betreiber von US-Einkaufszentren aufgenommen, wie das „Wall Street Journal“ berichtet.

Erstklassige Lage

Im Gespräch seien konkret zwei Standorte in Ohio. Laut dem Nachrichtenmagazin habe der Versandhändler kürzlich im Nordosten von Ohio auch schon nach Mitarbeitern gesucht. Doch Amazon plant mit den Flächen nicht in den stationären Handel einzusteigen, sondern sie in Distributionszentren umzuwandeln.

Die Vorteile der Objekte liegen klar auf der Hand: Sie bieten jede Menge Platz zum Lagern von Waren. Mit weiteren Standorten würden sich zudem Vorteile für eine schnellere Belieferung der Kunden ergeben.

Vorhandene Infrastruktur ist ein großer Vorteil

Außerdem liegen Shopping-Center stets in der Nähe von Ballungszentren und haben eine hervorragende Verkehrsanbindung. Kurze Wege und gute Anbindung würden den Versand für Amazon auch billiger machen.

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Im Gegensatz zu eventuellen Neubauten von Distributionszentren müsste Amazon keine Grundstücke erschließen, könnte Strom-, Gas und Internetleitungen nutzen.

Die Distributionszentren an neuen Standorten würden Amazon also noch wettbewerbsfähiger machen. An wie vielen Centern der Versandhaus-Riese interessiert ist, ist bislang noch unklar.

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