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An diesem Hummels kommt Löw nicht vorbei

Patrick Berger
·Lesedauer: 3 Min.

Hinten den Laden dichtgehalten und vorne zwei Mal selbst getroffen - besser geht’s für einen Verteidiger nicht!

Mats Hummels führte den BVB zum 2:0-Auswärtssieg bei Arminia Bielefeld. Die starke Leistung dürfte sicherlich auch Bundestrainer Joachim Löw nicht entgangen sein. (SERVICE: Die Ergebnisse der Bundesliga).

In Bielefeld legte Hummels wieder eine blitzsaubere Leistung hin. In der leeren Schüco-Arena wurde erneut klar, dass der BVB-Star der Tonangeber in Schwarz-Gelb ist. "Kommt, Männer! Mehr Körperspannung!", forderte Hummels im doch sehr zähen ersten Durchgang (SERVICE: Die Tabelle der Bundesliga).

Und bei gegnerischen Standards - wie zum Beispiel in der 69. Minute - gab er die klare Anweisung, wann die Abwehr einzurücken hat: "Wait, wait, wait - now!" Flügelspieler Thorgan Hazard gab er auf links sogar einen Lauf-Befehl: "Come on ... now: Go! Go! Go! Go!"

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Spielertrainer Hummels nun auch Torjäger

Hummels agiert auf dem Feld als Spielertrainer. Der 2014er-Weltmeister leitet seine Nebenleute, gibt Anweisungen, dirigiert, motiviert, lobt. Das ist natürlich nicht neu. Neu sind aber Hummels' Torjägerqualitäten.

Auf der Bielefelder Alm erzielte der immer noch äußerst ambitionierte 31-Jährige seinen zweiten Profi-Doppelpack! Es waren die Treffer 25 und 26 im 337. Bundesligaspiel.

Erstmals überhaupt traf Hummels, der sich bereits vorige Woche im Derby gegen Schalke (3:0) in die Torjägerliste eintrug, damit an zwei aufeinanderfolgenden Spieltagen.

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Löw braucht Hummels im DFB-Team

Klar ist: An diesem Hummels kommt Löw einfach nicht vorbei!

Vor anderthalb Jahren sortierte der Bundestrainer den Ex-Münchner aus. Ein Fehler, wie sich im Nachhinein herausgestellt hat. Die Abwehr ist bis heute die größte Schwachstelle in der Nationalmannschaft.

Aktuell gibt es beim DFB niemanden, der in der Deckung den Ton angibt. Es fehlt jemand, der die Nebenleute an die Hand nimmt. Hummels kann das.

DFB-Team: BVB-Star passt zu Ginter und Süle

Natürlich ist Hummels nicht mehr der Schnellste. War er im Übrigen auch früher nicht. Er macht vieles durch sein gutes Stellungsspiel und seine Erfahrung wett. Gerade in einer Dreierkette, die Löw aktuell ja präferiert, würde das Schnelligkeitsproblem kaum ins Gewicht fallen.

Hummels könnte zum Beispiel an der Seite der schnellen und zweikampfstarken Matthias Ginter und Niklas Süle spielen.

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Löw sollte über seinen Schatten springen

Die BVB-Bosse betrieben zuletzt Lobbyarbeit. "Mats ist noch immer ein Top-Top-Abwehrspieler für Deutschland und hat jederzeit die Qualität, dort zu spielen", sagte Sportchef Michael Zorc.

Und der Vorstandsvorsitzende Hans-Joachim Watzke glaubt, dass "Mats noch eine gute Chance hat, die EM zu spielen". Er spiele schließlich "seit langer Zeit auf Top-Niveau".

Löw sollte über seinen Schatten springen und den Dortmunder im Sommer zur EM mitnehmen. Dann hätten sie beim DFB zumindest ein Problem weniger.