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Devisen: Euro und Pfund profitieren von Hinweisen auf Handelsabkommen

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro <EU0009652759> hat am Dienstag an die Kursgewinne der vergangenen Handelstage angeknüpft und weiter leicht zugelegt. Am Nachmittag wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1869 US-Dollar gehandelt, nachdem der Kurs am Morgen bei 1,1843 Dollar gestanden hatte. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1882 (Montag: 1,1830) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8416 (0,8453) Euro.

Auch das britische Pfund konnte am Nachmittag zu allen anderen wichtigen Währungen zulegen. Mittlerweile verdichten sich Hinweise, dass es wohl doch noch ein Handelsabkommen zwischen der EU und Großbritannien nach dem Brexit geben könnten. Sowohl der Euro als auch das britische Pfund profitierten von entsprechenden Medienberichten.

So hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, dass sich die EU und Großbritannien möglicherweise schon Anfang nächster Woche auf einen Handelsdeal einigen könnten. Sie berief sich auf namentlich nicht genannt Quellen. Zuvor hatte die Boulevardzeitung "The Sun" auch ohne die Nennung einer Quelle, berichtet, dass der britische Chefbeauftragte für den Brexit, David Frost, von einer baldigen Einigung mit der Europäischen Union ausgeht.

Ein Anstieg der Industrieproduktion in den USA und höhere Umsätze im amerikanischen Einzelhandel konnten dem Dollar keinen nennenswerten Auftrieb verleihen. An den Finanzmärkten rückt die Sorge vor den Auswirkungen der zweiten Infektionswelle in der Corona-Pandemie wieder stärker in den Vordergrund. Vor allem in den USA ist die Zahl der Neuinfektionen hoch. "Es drohen Belastungen beim Konsum der US-Haushalte im Winter", warnte Analyst Tobias Basse von der NordLB.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,89585 (0,89819) britische Pfund, 123,78 (124,15) japanische Yen und 1,0816 (1,0819) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (31,1 Gramm) wurde am Nachmittag in London kaum verändert bei 1889 Dollar gehandelt.