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Devisen: Euro gerät deutlich unter Druck

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro <EU0009652759> ist am Mittwoch nach robusten US-Konjunkturdaten deutlich unter Druck geraten. Die Gemeinschaftswährung fiel am Nachmittag bis auf 1,0652 US-Dollar. Am Mittag hatte sie noch über 1,07 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,0712 (Dienstag: 1,0713) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9336 (0,9335) Euro.

Die Stimmung in der US-Industrie hat sich im Mai überraschend verbessert. Der Einkaufsmanagerindex des Institute for Supply Management (ISM) stieg entgegen den Erwartungen von Volkswirten an. "Die US-Konjunktur bleibt damit auf Expansionskurs, auch wenn Belastungsfaktoren wie hohe Preise und Lieferengpässe präsent bleiben", kommentierte Ralf Umlauf, Analyst bei der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Die Probleme bremsten die Industrie offenbar nicht aus.

Bereits am Dienstag hatte der Euro unter einer breiten Stärke des Dollar gelitten. Die Erwartung rasch steigender Leitzinsen dürfte laut Umlauf durch die ISM-Daten gestützt werden. Fed-Vertreter sprachen sich zuletzt für mehrere Zinserhöhungen der US-Notenbank um 0,5 Prozentpunkte aus und deuteten an, die Zinsen über das neutrale Niveau anheben zu wollen, um die Inflation in den Griff zu bekommen. Auf einem neutralen Zinsniveau werden die wirtschaftlichen Aktivitäten durch die Geldpolitik weder gebremst noch angetrieben.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85158 (0,85138) britische Pfund, 138,68 (137,36) japanische Yen und 1,0305 (1,0281) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1842 US-Dollar gehandelt. Das waren 5 Dollar mehr als am Vortag.

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