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Devisen: Euro fällt erstmals seit Anfang Dezember unter 1,20 US-Dollar

·Lesedauer: 1 Min.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro <EU0009652759> ist am Donnerstag erstmals seit Anfang Dezember unter die Marke von 1,20 US-Dollar gefallen. Am Vormittag rutschte der Kurs der Gemeinschaftswährung bis auf 1,1993 Dollar. Zuletzt notierte er wieder bei 1,2003 Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Mittwochnachmittag auf 1,2017 Dollar festgesetzt.

Seit Beginn der Woche hat der Euro mittlerweile über ein Prozent an Wert verloren. Während die Anleger in den USA durch Fortschritte bei der Corona-Impfung Hoffnung auf eine Konjunkturerholung schöpfen, läuft die Kampagne in der Eurozone weiter schleppend.

"Es deutet vieles darauf hin, dass die USA besser aus der Krise kommen als die Eurozone, die im Moment mit weiteren Infektionshotspots und einer chaotischen Impfkampagne Schlagzeilen macht", kommentierte You-Na Park-Heger, Devisenexpertin bei der Commerzbank. "Wer will da also im Moment auf einen steigenden Euro setzen?"

Zuletzt zeigten sich auch bei der Entwicklung der Konjunkturdaten deutliche Unterschiede. Während Wirtschaftszahlen aus der Eurozone mehrfach enttäuschend ausgefallen waren, deuten sie in den USA auf eine vergleichsweise robuste konjunkturelle Entwicklung hin.

Im Mittelpunkt des Interesses steht das britische Pfund, das zu allen wichtigen Währungen unter Druck stand. Die Anleger hielten sich zurück und warteten auf geldpolitische Entscheidungen der britischen Notenbank am frühen Nachmittag. Zuletzt hatten sich Vertreter der Zentralbank etwas optimistischer gezeigt und darauf verwiesen, dass Großbritannien den Höhepunkt der aktuellen Welle an Neuinfektionen in der Corona-Krise überwunden habe.