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Devisen: Euro fällt unter 1,08 US-Dollar

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro <EU0009652759> hat am Mittwoch seine Verluste vom Vortag ausgeweitet. Im Tief fiel die Gemeinschaftswährung bis auf 1,0782 US-Dollar. Gegen Mittag wurde sie an der Marke von 1,08 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Dienstagnachmittag auf 1,0843 Dollar festgesetzt.

Belastet wird der Euro weiterhin durch die Entscheidung des Bundesverfassungsgericht vom Dienstag. Das Gericht hatte das EZB-Anleihekaufprogramm PSPP als teilweise rechtswidrig eingestuft. Nach Einschätzung von Fachleuten halten sich zwar die kurzfristigen Auswirkungen in Grenzen, weil der EZB die Möglichkeit offen steht, das Programm nachträglich zu rechtfertigen. Längerfristig jedoch dürfte die Flexibilität der Notenbank, auf Krisen zu reagieren, eingeschränkt sein.

Sehr schwache Konjunkturdaten sorgten für zusätzlichen Druck auf den Euro. In Deutschland brachen die Auftragseingänge in der Industrie im März mit Rekordtempo ein, während die Dienstleisterstimmung in der Eurozone im April massiv einbrach. Die Entwicklungen sind Folge der starken Einschränkungen des öffentlichen Lebens infolge der Corona-Pandemie.

Am Nachmittag rücken amerikanischen Konjunkturdaten in den Blick. Von besonderem Interesse dürften Arbeitsmarktdaten des Dienstleisters ADP sein. Es wird ein beispielloser Abbau von Arbeitsplätzen erwartet, was ebenfalls eine Folge der Corona-Krise wäre. Am Freitag steht der monatliche Arbeitsmarktbericht der Regierung an, wo ebenfalls mit massiven Jobverlusten zu rechnen ist.