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Devisen: Euro bleibt unter Druck - Tiefster Stand seit Juli

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Eurokurs <EU0009652759> ist am Mittwoch zum US-Dollar auf den tiefsten Stand sei Ende Juli gefallen. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am Vormittag mit 1,1696 US-Dollar gehandelt. Zweitweise fiel der Euro bis auf 1,1672 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstag noch auf 1,1740 Dollar festgesetzt.

Schwache Konjunkturdaten aus der Eurozone belasteten den Euro nicht zusätzlich. Der Einkaufsmanagerindex für die Eurozone ist im September überraschend gefallen und signalisiert kaum noch Wachstum für die Eurozone. Experten hatten hingegen eine leichte Erholung erwartet. Die Stimmung in der Industrie verbesserte sich zwar, unter Dienstleistern trübte sie sich aber deutlich ein.

Mit den Kursverlusten in den vergangenen Tagen setzte der Euro seinen jüngsten Abwärtstrend fort. Anfang September hatte er noch kurzzeitig über 1,20 Dollar notiert. Die aktuelle Schwäche begründen Experten unter anderem mit den wieder steigenden Corona-Infektionszahlen in Europa. Wichtige Länder aus der Eurozone wie Spanien und Frankreich sorgen für Beunruhigung. Neue Beschränkungen könnten die Erholung der Wirtschaft in der Eurozone belasten. Aus diesem Grund ziehen sich viele Investoren derzeit aus dem Euro eher zurück und setzen auf die Weltleitwährung Dollar.