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Deutschland: Erzeugerpreise steigen weiter - stärkster Anstieg seit 2008

·Lesedauer: 1 Min.

WIESBADEN (dpa-AFX) - Der Preisauftrieb in Deutschland gewinnt weiter an Stärke. Auf Herstellerebene stieg das Preisniveau im Mai im Jahresvergleich um 7,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Das ist der höchste Zuwachs der Erzeugerpreise seit Oktober 2008. Im April hatte die Rate bei 5,2 Prozent gelegen und im März bei 3,7 Prozent.

Analysten hatten zwar mit einem stärkeren Anstieg der Erzeugerpreise gerechnet. Sie waren im Mittel aber nur von einer Rate von 6,4 Prozent ausgegangen. Im Monatsvergleich stiegen die Preise, die Produzenten für Waren erhalten oder bezahlen müssen, um 1,5 Prozent. In dieser Betrachtung ist der Zuwachs mehr als doppelt so stark wie erwartet.

Besonders deutliche Preiszuwächse gab es laut Statistikamt bei Vorleistungsgütern. Metallische Sekundärrohstoffe, also recycelter Schrott, war knapp 70 Prozent teurer als vor einem Jahr. Holz und Metalle verteuerten sich ebenfalls kräftig. Die Preise von Roheisen und Stahl stiegen um ein Drittel.

Die Entwicklung ist Folge zahlreicher Störungen in den internationalen Lieferketten und anderer Engpässe auf der Angebotsseite. Das Statistikamt nennt darüber hinaus die steigende Nachfrage etwa nach Stahl und Holz im In- und Ausland sowie steigende Eisenerzpreise.

Neben Vorleistungsgütern legten auch die Energiepreise deutlich zu. Dies geht zum einen auf die stark gefallenen Preise während der ersten Corona-Welle vor einem Jahr zurück. Hinzu kommt die seit Jahresbeginn geltende CO2-Abgabe.

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