Werbung
Deutsche Märkte schließen in 5 Stunden 21 Minuten
  • DAX

    18.046,81
    +44,79 (+0,25%)
     
  • Euro Stoxx 50

    4.862,47
    +23,33 (+0,48%)
     
  • Dow Jones 30

    38.589,16
    -57,94 (-0,15%)
     
  • Gold

    2.334,50
    -14,60 (-0,62%)
     
  • EUR/USD

    1,0714
    +0,0005 (+0,04%)
     
  • Bitcoin EUR

    61.304,87
    -654,43 (-1,06%)
     
  • CMC Crypto 200

    1.364,08
    -24,08 (-1,73%)
     
  • Öl (Brent)

    78,39
    -0,06 (-0,08%)
     
  • MDAX

    25.457,75
    -261,68 (-1,02%)
     
  • TecDAX

    3.345,93
    -7,33 (-0,22%)
     
  • SDAX

    14.379,65
    +12,59 (+0,09%)
     
  • Nikkei 225

    38.102,44
    -712,12 (-1,83%)
     
  • FTSE 100

    8.142,53
    -4,33 (-0,05%)
     
  • CAC 40

    7.518,94
    +15,67 (+0,21%)
     
  • Nasdaq Compositive

    17.688,88
    +21,28 (+0,12%)
     

Deutsches 30-MW-Wasserstoffprojekt wegen hoher Kosten beerdigt

(Bloomberg) -- Die Erdölraffinerie Heide und ihr Partner Ørsted A/S haben ihre Pläne für eine 30-Megawatt-Elektrolyseanlage zur Erzeugung von grünem Wasserstoff wegen gestiegener Investitionskosten und damit verbundener wirtschaftlicher Risiken abgebrochen.

Weitere Artikel von Bloomberg auf Deutsch:

Es ist mindestens das zweite Projekt dieser Art, das Ørsted in den letzten Monaten aufgegeben hat. Das Unternehmen hat bereits beschlossen, mit einem Elektrolyseur in der Humber-Raffinerie in Großbritannien nicht fortzufahren. Das dänische Unternehmen hat kürzlich eine Abschreibung in Höhe von 4 Milliarden Dollar (3,7 Milliarden Euro) im Zusammenhang mit aufgegebenen Windkraftprojekten angekündigt.

WERBUNG

Ein solches Projekt müsse wirtschaftlich sein, und das sei leider nicht der Fall, erklärte Jörg Kubitza, Geschäftsführer von Ørsted in Deutschland, in einer Stellungnahme zum Heide-Projekt. Die Kosten müssten stimmen und ein Markt müsse geschaffen werden, was derzeit beides nicht der Fall sei.

Die Klesch-Gruppe, der die Raffinerie Heide in Norddeutschland gehört, hat sich kritisch zu den Vorschlägen der Europäischen Union zur Zertifizierung von grünem Wasserstoff geäußert. Das Unternehmen werde die Dekarbonisierung der Anlage in Heide fortsetzen, hieß es in einer Mitteilung.

Wasserstoff wird bei der Herstellung von Diesel verwendet und gilt als grün, wenn er aus Wasser und erneuerbarem Strom gewonnen wird. Nach jüngsten Schätzungen von Bloomberg NEF sind die Kosten für die Herstellung von grünem Wasserstoff etwa viermal so hoch wie für die Herstellung aus fossilen Brennstoffen.

Die Raffinerie der Shell Plc im rheinischen Wesseling hat als erste in Europa eine kleine Anlage zur Erzeugung von grünem Wasserstoff in Betrieb genommen, über eine Erweiterung wurde aber noch nicht entschieden. Die spanische Repsol SA hat kürzlich eine Anlage in Bilbao in Betrieb genommen, und die OMV AG steht kurz vor der Fertigstellung eines Elektrolyseurs in Schwechat bei Wien. Diese Projekte decken nur einen Bruchteil des Bedarfs der jeweiligen Raffinerie.

Überschrift des Artikels im Original:Orsted Walks Away From Green Hydrogen Project Citing High Costs

--Mit Hilfe von Rachel Morison und Priscila Azevedo Rocha.

©2023 Bloomberg L.P.