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Deutsche Wohnen legt starke Zahlen vor – und kündigt Aktienrückkauf an

Der Gewinn des Immobilienkonzerns ist in den ersten neun Monaten um zwölf Prozent gestiegen. Außerdem plant er ein millionenschweres Aktienrückkaufprogramm.

Der Immobilienkonzern will bis Ende Oktober 2020 25 Millionen eigene Aktien zurückkaufen. Foto: dpa

Der Immobilienkonzern Deutsche Wohnen verdient trotz der Debatte um mehr Schutz für Mieter noch immer gut mit seinen Wohnungen. Die Mieteinnahmen wachsen weiter. In den ersten neun Monaten stieg der operative Gewinn im Jahresvergleich um 12,8 Prozent auf 416,3 Millionen Euro, wie das MDax-Unternehmen am Mittwoch in Berlin mitteilte. Den Ausblick für 2019 bestätigte der Konkurrent von Vonovia, LEG Immobilien und TAG Immobilien.

Die Vertragsmieten stiegen in den ersten drei Jahresvierteln auf vergleichbarer Basis um 6,4 Prozent auf 622,5 Millionen Euro. Im Durchschnitt betrug die Miete pro Quadratmeter 6,82 Euro, nach 6,55 Euro im Vorjahr.

Unter dem Strich blieben in den ersten neun Monaten 634,7 Millionen Euro als Gewinn hängen und damit gut 16 Prozent weniger als im Vorjahr. Dazu trug bei, dass der Wert von Wohnungen geringer eingeschätzt wird. Deutsche Wohnen vermietet bundesweit rund 165.000 Wohnungen und Gewerbeeinheiten, wovon ein Großteil in Berlin liegt. Zum Portfolio gehören auch Pflegeheime.

Grund zur Freude hatten Anleger bereits am Vorabend, denn die Deutsche Wohnen kündigte ein Aktienrückkaufprogramm an. Bis zu 25 Millionen eigene Papiere entsprechend einem Anteil von rund sieben Prozent am Gesamtkapital sollen erworben werden, wie aus einer am Dienstagabend in Berlin veröffentlichten Mitteilung des Unternehmens hervorgeht. Dafür will der Konzern maximal 750 Millionen Euro – ohne Nebenkosten – in die Hand nehmen.

Das Rückkaufprogramm soll am 15. November 2019 beginnen und spätestens mit Ablauf des 30. Oktober 2020 enden. Die zurückgekauften Aktien sollen für von der Hauptversammlung im Vorjahr festgelegte Zwecke verwendet werden.

An der Börse kamen die Neuigkeiten gut an. Der Aktienkurs von Deutsche Wohnen legte auf der Handelsplattform Tradegate in einer ersten Reaktion um etwas mehr als zwei Prozent zu.