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Deutsche Seefahrt weiter Männersache

HAMBURG (dpa-AFX) -Die deutsche Seefahrt ist weiterhin mit großem Abstand Männersache. So sind von den 6952 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten an Bord der deutschen Handelsflotte derzeit gerade einmal 490 Frauen. Das entspricht einem Anteil von lediglich 7,1 Prozent. Deutschland liege damit zwar deutlich über dem durchschnittlichen internationalen Frauenanteil in der Schifffahrt von etwa zwei Prozent, sagte die Präsidentin des Verbands Deutscher Reeder, Gaby Bornheim, der Deutschen Presse-Agentur. Aber das reiche längst nicht aus. "Es besteht ein offensichtliches Ungleichgewicht, wenn bei einer Bevölkerung, die zu etwa der Hälfte aus Frauen besteht, ein einstelliger Prozentbereich der Seeleute weiblich ist."

Immerhin steige der Frauenanteil an. "Langsam, aber stetig. Das ist eine gute Entwicklung", sagte Bornheim. 2022 lag der Frauenanteil in der deutschen Handelsflotte den Angaben zufolge noch bei 5,8 Prozent und im vergangenen Jahr bei 7,0 Prozent. Frauen arbeiten an Bord zum Beispiel als Kapitänin, nautische oder technische Offizierin oder Schiffsmechanikerin. "Es ist erfreulich zu sehen, dass es in den letzten Jahren zunehmend talentierten und engagierten Frauen gelungen ist, Stereotypen zu überwinden und in der maritimen Industrie Fuß zu fassen", sagte Bornheim auch mit Blick auf den dritten Internationalen Tag der Frauen in der Schifffahrt an diesem Samstag.

Der von der Weltschifffahrtsorganisation IMO ins Leben gerufene Tag soll dazu beitragen, die Beschäftigung von Frauen im maritimen Sektor zu fördern und die Bemühungen zu verstärken, das Ungleichgewicht zwischen den Geschlechtern zu verringern. Die IMO ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit 176 Mitgliedsstaaten und Sitz in London. Nach Angaben der Deutschen Seemannsmission sind derzeit weltweit rund 1,8 Millionen Seeleute auf etwa 74 000 Handelsschiffen unterwegs - und Bornheim zeigte sich überzeugt: "Die maritime Welt ist nicht Männern vorbehalten."