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Deutsche-Bank-Experte in neuem Buch: „Ackermann hat die Finanzkrise in Deutschland bewusst eskalieren lassen“

Josef Ackermann
Josef Ackermann

Am 18. September diesen Jahres jährte sich die Insolvenz der US-Investmentbank Lehman Brothers zum zehnten Mal. Sie galt als Höhepunkt der Finanzkrise und war der Beginn einer Kettenreaktion: Weitere Banken gerieten in Schieflage und Experten waren sich nicht sicher, ob das etablierte Finanzsystem diese Krise überstehen würde.

Die Dimensionen sind auch zehn Jahre später kaum vorstellbar: Die US-Regierung brachte ein Rettungspaket im Volumen von fast 800 Milliarden US-Dollar auf den Weg. Banken in den USA und Europa mussten Kredite in Höhe von rund drei Billionen US-Dollar abschreiben, was für zahlreiche Institute existenzbedrohend war.

Auch Deutschland wurde hart getroffen. Doch vor allem die Deutsche Bank gab sich während und auch nach der Krise nach außen selbstbewusst und betonte, dass sie stets gut durch die schwere Zeit kam. Doch ein Buch des Journalisten Dirk Laabs bringt dieses Selbstbild nun ins Wanken. In „Bad Bank — Aufstieg und Fall der Deutschen Bank“ greift er detailreich zahlreiche Skandale der Bank auf und macht daraus einen Gesamteindruck, der eher das Gegenteil aufzeigt: Die Deutsche Bank sei es gewesen, die die Krise in Deutschland überhaupt erst wesentlich verursacht hat, sagt Laabs.

Buchautor Laabs: Deutsche Bank stieg trotz interner Warnung ins US-Hypothekengeschäft ein

„Viele Informationen aus meinem Buch sind frei zugänglich — man muss sie aber sammeln, verstehen und als Puzzle zusammensetzen. Dazu kamen noch Informationen von Insidern, die mir auch interne Dokumente und E-Mails zur Verfügung stellten. Auch viele Ex-Manager hatten das Gefühl, dass es an der Zeit ist, über die Finanzkrise und die Rolle der Deutschen Bank reden. Einige dieser Zeitzeugen haben die Gefahr zwar erkannt, aber das Vorgehen der Deutschen Bank nicht aufgehalten. Das beschäftigt sie bis heute“, sagt Dirk Laabs im Gespräch mit Business Insider.

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Nach Informationen von Laabs habe es beispielsweise intern bereits im Mai 2005 — also noch bevor die Deutsche Bank ins Geschäft mit den riskanten US-Hypothekenpapier-Bündeln einstieg, konkrete Warnungen gegeben, dass dieser Markt zwei Jahre später kollabieren würde. Trotzdem entschied sich das Management voll auf diese Segment zu setzen. Viel Risiko, hohe Chance — so lautet sei jeher das Motto an den Finanzmärkten und diese Chancen wollte sich die Bank wohl nicht entgehen lassen.

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