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Deutsche Bank erwägt für Händler Bonus-Anhebung von etwa 10%

Steven Arons
·Lesedauer: 2 Min.

(Bloomberg) -- Die Deutsche Bank AG erwägt, die Boni für ihre Händler im Bereich Festverzinsliche um etwa 10% anzuheben, um ihre Leistung in einem guten Jahr zu honorieren.

Angesichts des vorherigen Personalabbaus und Senkungen der Leistungsprämien in vielen anderen Bereichen wird der Gesamtbetrag, den das Geldinstitut an variabler Vergütung zahlt, wahrscheinlich leicht unter dem Vorjahresniveau liegen, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen. Es sei noch keine endgültige Entscheidung gefallen, und der Betrag könne sich noch ändern, hieß es weiter.

Ein Sprecher der Deutschen Bank lehnte eine Stellungnahme ab.

Bei seinem Turnaround-Plan ist der Vorstandsvorsitzende Christian Sewing zunehmend abhängig vom Handelsbereich. Die Covid-19-Pandemie hat einen globalen Anstieg der Volumina angeheizt, während die Negativzinsen auf anderen Geschäftsfeldern lasten. Ursprünglich hatte der Deutsche-Bank-Chef geplant, das Handelsgeschäft weiter zurückzustutzen und sich mehr auf das Unternehmensbankgeschäft zu konzentrieren. Nun muss er den Spagat hinbekommen, Spitzen-Mitarbeiter in der Investmentbank zu halten, aber gleichzeitig die Aufforderung der Aufsicht zu erfüllen, bei der Vergütung Maß zu halten.

Sewing hatte in einem Interview mit Bloomberg TV in diesem Monat gesagt, die Bonus-Entscheidung der Deutschen Bank werde die Outperformance honorieren. Sie werde auch die Bonuszahlungen bei den Wettbewerbern und die Performance des Bereichs im restlichen Jahresverlauf berücksichtigen, sagte er.

Mit einem Anstieg von etwa 10% würde die Deutsche Bank im Mittelfeld der von den Konkurrenten festgelegten Spanne liegen. JPMorgan Chase & Co. und Goldman Sachs werden die Boni für Händler um bis zu 20% anheben, Barclays Plc erwägt Steigerungen von etwa 10% und Bank of America Corp. spielt mit dem Gedanken, das gesamte Bonusvolumen in etwa unverändert zu belassen, hatte Bloomberg News berichtet.

Die Anleihehändler unter Ram Nayak und die Mitarbeiter von Mark Fedorcik im Segment Unternehmensfinanzierung dürften höhere individuelle Prämien erhalten, nachdem die Erträge bei der Investmentbank in den ersten neun Monaten des Jahres um 35% gestiegen sind und eine jahrelange Abwärtsbewegung beendeten. Die Volumina sind der Bank zufolge im Oktober und November weiter gestiegen.

Die Privatbank und die Unternehmensbank sind indes zwischen Januar und September um jeweils 1% geschrumpft. Die Privatbanker unter Karl von Rohr und die Unternehmensbanker unter Stefan Hoops werden sich voraussichtlich auf niedrigere Boni einstellen müssen, sagten die Personen.

Europäische Banken stehen auch unter Druck seitens der Europäischen Zentralbank, bei der Bonusentscheidung äußerste Zurückhaltung zu üben. Der führende Aufseher im Euroraum möchte sicher stellen, dass die Banken ihre Kapitalpolster nicht aufbrauchen, während die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie weiterhin unklar sind.

Überschrift des Artikels im Original:

Deutsche Bank Considers Raising Traders’ Bonuses by About 10%

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