Werbung
Deutsche Märkte öffnen in 7 Stunden 5 Minuten
  • Nikkei 225

    38.102,44
    -712,12 (-1,83%)
     
  • Dow Jones 30

    38.778,10
    +188,94 (+0,49%)
     
  • Bitcoin EUR

    61.865,35
    -170,31 (-0,27%)
     
  • CMC Crypto 200

    1.385,67
    -2,50 (-0,18%)
     
  • Nasdaq Compositive

    17.857,02
    +168,14 (+0,95%)
     
  • S&P 500

    5.473,23
    +41,63 (+0,77%)
     

Deutsche Anleihen geben merklich nach

FRANKFURT (dpa-AFX) -Deutsche Bundesanleihen sind am Montag unter Druck geraten. Bis zum späten Nachmittag fiel der richtungweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future DE0009652644um 0,65 Prozent auf 136,84 Punkte. Die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen stieg im Gegenzug auf 2,21 Prozent. An anderen Anleihemärkten im Euroraum legten die Renditen ebenfalls zu.

Die geringere Nachfrage nach den als sicher geltenden Bundesanleihen wurde mit der gewachsenen Zuversicht an den Finanzmärkten begründet. Die Turbulenzen im Bankensektor scheinen sich zumindest vorläufig etwas beruhigt zu haben. An diesem Wochenende kamen aber keine weiteren negativen Nachrichten hinzu. Stattdessen fand sich ein Käufer für Teile der Silicon Valley Bank (SVB), deren Kollaps die jüngsten Börsenturbulenzen mitausgelöst hatte.

Wirtschaftsdaten aus Deutschland fielen positiv aus und hellten die Stimmung zusätzlich auf. Das Ifo-Geschäftsklima, Deutschlands wichtigster konjunktureller Frühindikator, stieg im März den fünften Monat in Folge. "Trotz der Turbulenzen bei einigen internationalen Banken stabilisiert sich die deutsche Konjunktur", kommentierte Ifo-Präsident Clemens Fuest.

Bankvolkswirte warnen aber vor zu großem Optimismus. "Der mit dem historischen Zinsanstieg verknüpfte Bankenstress wird allerdings noch eine Weile anhalten und vor allem negative Folgen für die Konjunktur nach sich ziehen", kommentierte Ulrich Kater, Chefvolkswirt der Dekabank. "Die bislang abgesagte Rezession in Deutschland wie auch in den USA ist womöglich bloß auf später im Jahr verschoben worden."