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Details zu Lokführer-Warnstreiks bei der Bahn erwartet

·Lesedauer: 1 Min.

BERLIN/FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach mehreren Streikdrohungen will die Lokführergewerkschaft GDL an diesem Donnerstag (11.00 Uhr) Details zu ihrem geplanten Arbeitskampf bei der Deutschen Bahn nennen. In Berlin tritt GDL-Chef Claus Weselsky vor die Medien, um die erwarteten Warnstreiks in der Ferienzeit zu begründen. Die entsprechenden Gremienbeschlüsse sind laut Gewerkschaft bereits gefallen.

Bahn und GDL machen sich gegenseitig für das Scheitern der Tarifverhandlungen verantwortlich. Die Gewerkschaft fordert Lohnerhöhungen wie im öffentlichen Dienst von rund 3,2 Prozent sowie eine deutliche Corona-Prämie im laufenden Jahr. Nach Lesart der Bahn summieren sich die gesamten Forderungen aber auf etwa das Dreifache davon. Das Unternehmen will sich wegen der Pandemie am "Notlagentarifvertrag" der Flughäfen orientieren, der eine ähnliche Erhöhung um 3,2 Prozent auf einen längeren Zeitraum und spätere Stufenpunkte verteilen würde.

Die Konkurrenzgewerkschaft EVG hatte schon im vergangenen Herbst einen Tarifabschluss unterschrieben. Ab Anfang 2022 erhalten die Beschäftigten 1,5 Prozent mehr Geld - wenig im Vergleich zu Tarifrunden in besseren Zeiten. Dafür sind bis Ende 2023 betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen. Die GDL will nun mit Streiks mehr herausholen.

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