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Dekabank rechnet mit Dividendenrekord für Dax-Aktionäre

FRANKFURT (dpa-AFX) -Aktionäre deutscher Konzerne dürfen nach Berechnungen der Dekabank für das Geschäftsjahr 2022 mit einer Rekordsumme an Dividenden rechnen. Die 40 Konzerne im Deutschen Aktienindex werden demnach zusammen knapp 55 Milliarden Euro an ihre Anteilseigner und -eignerinnen ausschütten und damit so viel wie nie. Sonderdividenden, wie sie zum Beispiel Volkswagen DE0007664039 für den erfolgreichen Börsengang der Tochter Porsche zahlt, sind darin nicht enthalten.

"Unternehmen sind trotz Pandemie, die zu erheblichen Verzerrungen in den Produktionsketten der globalen Wirtschaft geführt hat, erstaunlich gut durch die Krisen gekommen und haben ihre Erträge gesteigert", ordnete Deka-Kapitalmarktexperte Joachim Schallmayer die Zahlen in einer Mitteilung des Wertpapierhauses der Sparkassen vom Donnerstag ein. "Die Dax DE0008469008-Konzerne haben 2022 so viel Geld verdient wie noch nie."

Insgesamt werden die Konzerne in der ersten deutschen Börsenliga den Berechnungen zufolge rund 3,6 Milliarden Euro mehr Dividende ausschütten als ein Jahr zuvor. Rechne man die Sonderdividende von VW DE0007664039 heraus, ergebe sich bei 29 Dax-Unternehmen ein Anstieg der Gewinnausschüttung zum Vorjahr. Bei fünf Konzernen gibt es demnach weniger Dividende und bei sechs eine gleichbleibende Dividende.

Die 50 im MDax DE0008467416 gelisteten Unternehmen werden demnach mit rund 7,5 Milliarden Euro für das Geschäftsjahr 2022 eine in der Summe um 12,3 Prozent höhere Ausschüttung vornehmen als für das vorherige Geschäftsjahr.