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Dax beendet Handel über 17.000 Punkten

Fredrik von Erichsen/dpa

Frankfurt/Main (dpa) - Eine Reihe positiver Nachrichten haben den Dax am Dienstag nach einem zunächst eher trägen Verlauf doch noch in Rekordhöhen geschickt. Unterstützungsankündigungen für den chinesischen Aktienmarkt durch die dortige Regierung halfen ebenso wie Gewinne an der Wall Street nach starken Quartalsberichten. Hinzu kamen erfreuliche Konjunkturdaten aus Deutschland. Der Auftragseingang für die Industrie war überraschend gestiegen, während Analysten einen leichten Rückgang erwartet hatten.

Mit einem Plus von 0,76 Prozent auf 17.033,24 Punkte ging der deutsche Leitindex aus dem Handel. Der MDax rückte um 0,91 Prozent auf 25.820,64 Punkte vor und auch europaweit ging es aufwärts.

Wichtige positive Nachrichten seien «zur Abwechslung mal aus China» gekommen, hieß es seitens der Experten von «Index-Radar». Angesichts einer Reihe von Ankündigungen zur Stützung des heimischen Aktienmarktes hoffe der Markt auf ein Ende der Talfahrt von chinesischen Aktien und Immobilien, schrieben sie.

Marktexperte Andreas Lipkow verwies für den Rekordlauf des Dax auf weitere starke Quartalszahlen großer US-Konzerne wie Eli Lilly. UBS-Aktienstratege Matthew Carter sorgte mit einer aktuellen Studie zu mittelgroßen europäischen Aktien für gute Stimmung.

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Unter den Einzelwerten nahmen Qiagen die Dax-Spitze mit plus 4,9 Prozent ein. Infineon verloren am Indexende 3,0 Prozent. Übernahmegerüchte trieben die Aktie des Diagnostikspezialisten und Labordienstleisters an. Händler verwiesen auf Spekulationen einer Finanz-Website.

Infineon litten unter gekappten Prognosen des Münchener Chipherstellers für das Geschäftsjahr 2023/24. Vor ihm hatten bereits einige andere Konzerne aus dem internationalen Halbleiterumfeld enttäuscht. Aixtron, ein Zulieferer der Chipindustrie im MDax, wurden in Mitleidenschaft gezogen und büßten 2,5 Prozent ein.

Mit minus 2,7 Prozent zeigten sich auch RWE besonders schwach. Abgestuft vom Investmenthaus Stifel Europe setzten die Papiere ihren rapiden Abwärtstrend in diesem Jahr fort. Aktuell sind sie 2024 mit Einbußen von fast 20 Prozent das Schlusslicht im Dax. Dass Kohle immer noch mehr als 20 Prozent des Portfolios von RWE ausmache, halte neue Investoren fern, hieß es bei Stifel. Unter den kleineren Werten legten Grenke um 6,6 Prozent zu, nachdem der Leasingspezialist ein Aktienrückkaufprogramm im Umfang von bis zu 70 Millionen Euro startete. Morphosys, die tags zuvor bereits um rund 36 Prozent hochgesprungen waren, gewannen weitere 13 Prozent, nachdem sich die Übernahmegerüchte bewahrheiteten. Der schweizerische Pharmakonzern Novartis will sich den Wirkstoffforscher einverleiben.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx erreichte den höchsten Stand seit 2001 und beendete den Tag mit plus 0,76 Prozent auf 4690,87 Zähler. Gewinne wurden auch an den Länderbörsen in Paris und London verzeichnet. In den USA stieg der Dow Jones Industrial zum Börsenschluss in Europa leicht, während die Nasdaq-Börse schwächelte.

Der Euro wurde am frühen Abend mit 1,0753 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,0743 (Montag: 1,0746) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9308 (0,9305) Euro.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite deutscher Bundesanleihen von 2,29 Prozent am Vortag auf 2,33 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,15 Prozent auf 125,55 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,19 Prozent auf 134,33 Punkte.