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„Cryptomatoes“: So könnten Bitcoin & Co umweltfreundlicher werden

Nikolas Kessler
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„Bitcoin kaufen, Altcoins verkaufen“

Ein häufiger Kritikpunkt am Bitcoin ist der hohe Energieverbrauch. Laut dem Bitcoin Energy Consumption Index (BECI) von digiconomist.net verbraucht das Bitcoin-Netzwerk jährlich rund 55,3 Terawattstunden (TWh) Strom – und damit annähernd so viel wie Israel oder Griechenland. Mit der Energie, die für eine Bitcoin-Transaktion im Schnitt benötigt wird, ließen sich demnach über 400.000 Kreditkartentransaktionen im Netz von VISA durchführen.

Kamil Brejcha, Mitgründer der tschechischen Kryptobörse NakamotoX, will das System etwas umweltfreundlicher machen und die Abwärme von Mining-Farmen recyceln. Dazu testet sein neues Start-up, das den Namen Agritechture tragen soll, ein Gehäuse für Server, das die Wärme in benachbarte Gewächshäuser ableitet. „Wir nutzen die überschüssige Wärme für das Gewächshaus und es funktioniert“, bestätigte Brejcha nun bei Twitter.

Im Testlauf seien so auf etwa zwei Hektar Tomaten angebaut worden, die nun reif für die Ernte sind. Schon bald sollen die „Cryptomatoes“ ganz normal im Handel verkauft werden. Das Prinzip ließe sich auch auf viele andere Nutzpflanzen anwenden – beispielsweise medizinisches Marihuana. Mangels Lizenz für dessen Anbau habe er zunächst jedoch mit traditionellem Gemüse anfangen müssen.

Da die Server im Test mit Strom aus Biomasse betrieben werden, spricht Bejcha von einem „geschlossenen Energiekreislauf“. Definitiv ein spannendes Projekt!

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